Um den vielfältigen Anforderungen an eine zukunftsfähige Kommunalentwicklung gerecht zu werden, die bestehenden Aufgaben zu bewältigen und auf Krisen reagieren zu können, benötigen Kommunen eine aufgabenangemessene Finanzausstattung. Die kommunalen Finanzspielräume sind eine zentrale Determinante für die kommunalen Handlungs- bzw. Gestaltungsspielmöglichkeiten. Durch demographische Veränderungen werden die Aufgaben, Ausgaben und Einnahmen und damit die finanziellen Handlungsspielräume der Kommunen deutlich beeinflusst. Methodisch wird zunächst ein Wirkungsmodell entwickelt, das sowohl einnahmenseitige als auch ausgabenseitige Herausforderungen enthält, die aus den Niveau- und Struktureffekten des demographischen Wandels resultieren und die Kommunen mit unterschiedlicher Intensität treffen werden. Durch die Identifikation der am stärksten von demographischen Veränderungen betroffenen Aufgabenbereiche, lassen sich Belastungsszenarien für Kommunen abbilden, die es erlauben, die finanziellen Herausforderungen von Kommunen im demographischen Wandel abzuschätzen und somit die Möglichkeit zur proaktiven Steuerung eröffnen. Auf der Ausgabenseite werden die Hilfe zur Pflege und auf der Einnahmenseite der kommunale Finanzausgleich vertiefend angesprochen. Die praktische Anwendung zielt insbesondere darauf ab, Informationsdefizite von Kommunen auf Basis datenbasierter Forschungserträge zu verringern.

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Finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen im demographischen Wandel – Wirkungszusammenhänge und Belastungsschwerpunkte

  • Dominik Frankenberg,
  • Sibylle Hestermann,
  • Martin Junkernheinrich

摘要

Um den vielfältigen Anforderungen an eine zukunftsfähige Kommunalentwicklung gerecht zu werden, die bestehenden Aufgaben zu bewältigen und auf Krisen reagieren zu können, benötigen Kommunen eine aufgabenangemessene Finanzausstattung. Die kommunalen Finanzspielräume sind eine zentrale Determinante für die kommunalen Handlungs- bzw. Gestaltungsspielmöglichkeiten. Durch demographische Veränderungen werden die Aufgaben, Ausgaben und Einnahmen und damit die finanziellen Handlungsspielräume der Kommunen deutlich beeinflusst. Methodisch wird zunächst ein Wirkungsmodell entwickelt, das sowohl einnahmenseitige als auch ausgabenseitige Herausforderungen enthält, die aus den Niveau- und Struktureffekten des demographischen Wandels resultieren und die Kommunen mit unterschiedlicher Intensität treffen werden. Durch die Identifikation der am stärksten von demographischen Veränderungen betroffenen Aufgabenbereiche, lassen sich Belastungsszenarien für Kommunen abbilden, die es erlauben, die finanziellen Herausforderungen von Kommunen im demographischen Wandel abzuschätzen und somit die Möglichkeit zur proaktiven Steuerung eröffnen. Auf der Ausgabenseite werden die Hilfe zur Pflege und auf der Einnahmenseite der kommunale Finanzausgleich vertiefend angesprochen. Die praktische Anwendung zielt insbesondere darauf ab, Informationsdefizite von Kommunen auf Basis datenbasierter Forschungserträge zu verringern.