Mit Blick auf den demografischen Wandel und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Gesundheitsversorgung sind Kommunen zunehmend gefordert, im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung eigenständig tätig zu werden, um Infrastrukturen, Angebote und Dienstleistungen nachfragegerecht, tragfähig und damit zukunftsorientiert entwickeln zu können. Fundierte Struktur- und Bestandsanalysen unterschiedlicher Detailschärfe schaffen in der Raumplanung die Planungs- und Entscheidungsgrundlage für die Akteurinnen und Akteure aus Planung und Politik. Der Bereich der Gesundheitsversorgung nimmt in solchen Analysen meist nur einen geringen Stellenwert ein, auch, da dieser aufgrund der Selbstverwaltung des Gesundheitswesens größtenteils dem kommunalen Aufgabenbereich entzogen ist. In diesem Kapitel wird ein systematisches Vorgehen zur Analyse der kommunalen Gesundheitsversorgung sowie nachgelagerte Handlungs- und Entscheidungsoptionen zur Sicherung der Gesundheitsversorgung skizziert und am Beispiel der ländlich-suburbanen Modellkommunen im Projekt Ageing Smart verdeutlicht. Zunehmende Relevanz gewinnt dabei neben der kommunalen Ausstattung mit medizinischen Einrichtungen u. a. auch die Erreichbarkeit der einzelnen Standorte unter Berücksichtigung der veränderten Mobilität im Alter. Die Analyse der intermodalen Erreichbarkeit mittels eines Erreichbarkeitsmodells (s. Kap. 15) bildet hierbei einen Baustein. Der Beitrag skizziert somit ein Anwendungsbeispiel zur Entscheidungsunterstützung, das sich insbesondere an Akteurinnen und Akteure der räumlich planenden Verwaltung (z. B. Stadt-, Verkehrs- und Sozialplanung) richtet. Es ist dazu geeignet, verschiedene Entwicklungsvarianten bei unterschiedlichen Entscheidungsoptionen nachvollziehbar und verständlich für politische Entscheidungsträger:innen sowie für die medizinische Versorgungsforschung und Bedarfsplanung (z. B. Kassenärztliche Vereinigungen) aufzubereiten. Dadurch wird eine sachgerechte und datengestützte Entscheidungsfindung unterstützt.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Analyse und kommunale Handlungs- und Entscheidungsoptionen zur Gesundheitsversorgung

  • Marvin Stiewing,
  • Kirsten Mangels

摘要

Mit Blick auf den demografischen Wandel und aktuelle Entwicklungen im Bereich der Gesundheitsversorgung sind Kommunen zunehmend gefordert, im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung eigenständig tätig zu werden, um Infrastrukturen, Angebote und Dienstleistungen nachfragegerecht, tragfähig und damit zukunftsorientiert entwickeln zu können. Fundierte Struktur- und Bestandsanalysen unterschiedlicher Detailschärfe schaffen in der Raumplanung die Planungs- und Entscheidungsgrundlage für die Akteurinnen und Akteure aus Planung und Politik. Der Bereich der Gesundheitsversorgung nimmt in solchen Analysen meist nur einen geringen Stellenwert ein, auch, da dieser aufgrund der Selbstverwaltung des Gesundheitswesens größtenteils dem kommunalen Aufgabenbereich entzogen ist. In diesem Kapitel wird ein systematisches Vorgehen zur Analyse der kommunalen Gesundheitsversorgung sowie nachgelagerte Handlungs- und Entscheidungsoptionen zur Sicherung der Gesundheitsversorgung skizziert und am Beispiel der ländlich-suburbanen Modellkommunen im Projekt Ageing Smart verdeutlicht. Zunehmende Relevanz gewinnt dabei neben der kommunalen Ausstattung mit medizinischen Einrichtungen u. a. auch die Erreichbarkeit der einzelnen Standorte unter Berücksichtigung der veränderten Mobilität im Alter. Die Analyse der intermodalen Erreichbarkeit mittels eines Erreichbarkeitsmodells (s. Kap. 15) bildet hierbei einen Baustein. Der Beitrag skizziert somit ein Anwendungsbeispiel zur Entscheidungsunterstützung, das sich insbesondere an Akteurinnen und Akteure der räumlich planenden Verwaltung (z. B. Stadt-, Verkehrs- und Sozialplanung) richtet. Es ist dazu geeignet, verschiedene Entwicklungsvarianten bei unterschiedlichen Entscheidungsoptionen nachvollziehbar und verständlich für politische Entscheidungsträger:innen sowie für die medizinische Versorgungsforschung und Bedarfsplanung (z. B. Kassenärztliche Vereinigungen) aufzubereiten. Dadurch wird eine sachgerechte und datengestützte Entscheidungsfindung unterstützt.