Das Kapitel untersucht die Rolle der Kinderärztinnen und -ärzte als „Reiseleitung“ auf der Patientenreise von der Geburt bis zum Übergang in die Erwachsenenmedizin, mit besonderem Fokus auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Am Beispiel der Phenylketonurie (PKU) wird gezeigt, wie KI die Diagnose, Überwachung und Therapie von chronischen Erkrankungen erleichtern könnte. KI würde die automatische Auswertung von Screening-Daten, die Überwachung der Diätadhärenz und die frühzeitige Erkennung von Krisen unterstützen, was zu einer Entlastung des ärztlichen Personals – und damit zu einer optimal betreuten Patientenreise führen könnte. Ein besonderes Potenzial läge in der Nutzung von Wearables, die es jungen Patientinnen und Patienten früh ermöglichen würden, aktiv in die Verwaltung ihrer Krankheit einbezogen zu werden, wodurch ihre Autonomie gefördert werden könnte. Gleichzeitig müssten der Datenschutz und die Sicherheit der sensiblen Gesundheitsdaten, insbesondere bei Minderjährigen, auf höchstem Niveau gewährleistet sein. KI könnte Prozesse optimieren und Ressourcen freisetzen, doch die Entscheidung über die Therapie bleibt in den Händen des ärztlichen Teams, die die Patientinnen und Patienten kennen, ganzheitlich betreuen und dabei nicht nur medizinische, sondern auch emotionale und soziale Aspekte berücksichtigen können

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KI und Kindermedizin – die Kinder- und Jugendärzteschaft als Reiseleitung

  • Nora Karara,
  • Janna-Lina Kerth

摘要

Das Kapitel untersucht die Rolle der Kinderärztinnen und -ärzte als „Reiseleitung“ auf der Patientenreise von der Geburt bis zum Übergang in die Erwachsenenmedizin, mit besonderem Fokus auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Am Beispiel der Phenylketonurie (PKU) wird gezeigt, wie KI die Diagnose, Überwachung und Therapie von chronischen Erkrankungen erleichtern könnte. KI würde die automatische Auswertung von Screening-Daten, die Überwachung der Diätadhärenz und die frühzeitige Erkennung von Krisen unterstützen, was zu einer Entlastung des ärztlichen Personals – und damit zu einer optimal betreuten Patientenreise führen könnte. Ein besonderes Potenzial läge in der Nutzung von Wearables, die es jungen Patientinnen und Patienten früh ermöglichen würden, aktiv in die Verwaltung ihrer Krankheit einbezogen zu werden, wodurch ihre Autonomie gefördert werden könnte. Gleichzeitig müssten der Datenschutz und die Sicherheit der sensiblen Gesundheitsdaten, insbesondere bei Minderjährigen, auf höchstem Niveau gewährleistet sein. KI könnte Prozesse optimieren und Ressourcen freisetzen, doch die Entscheidung über die Therapie bleibt in den Händen des ärztlichen Teams, die die Patientinnen und Patienten kennen, ganzheitlich betreuen und dabei nicht nur medizinische, sondern auch emotionale und soziale Aspekte berücksichtigen können