Ausgehend von der Annahme, dass wir „anders über Antisemitismus sprechen und denken“ (Coffey/Laumann 2021) müssen, um mehr-dimensionale und interdependente Diskriminierungsstrukturen erkennen zu können, beschäftigt sich dieser Artikel mit zeitgenössischen Zerrbildern ‚jdes Jüdischen‘ in Kunst und Karikatur. Im Rahmen einer gendertheoretischen intersektionalen Perspektive wird die Verschränkung von Antisemitismus mit Geschlechterkonstruktionen untersucht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der historisch weitreichenden Vergeschlechtlichung ‚jüdischer Differenz‘ und der antisemitischen Vorstellung einer transgressiven, abweichenden Sexualität, die von Juden_Jüdinnen verkörpert wird.

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Geschlechtlich codierte Zerrbilder des Jüdischen in Kunst und Karikatur

  • Véronique Sina

摘要

Ausgehend von der Annahme, dass wir „anders über Antisemitismus sprechen und denken“ (Coffey/Laumann 2021) müssen, um mehr-dimensionale und interdependente Diskriminierungsstrukturen erkennen zu können, beschäftigt sich dieser Artikel mit zeitgenössischen Zerrbildern ‚jdes Jüdischen‘ in Kunst und Karikatur. Im Rahmen einer gendertheoretischen intersektionalen Perspektive wird die Verschränkung von Antisemitismus mit Geschlechterkonstruktionen untersucht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der historisch weitreichenden Vergeschlechtlichung ‚jüdischer Differenz‘ und der antisemitischen Vorstellung einer transgressiven, abweichenden Sexualität, die von Juden_Jüdinnen verkörpert wird.