In diesem Kapitel werden an zehn ausgewählten Beispielen aisthetische Erfahrungen von Kindern responsiv interpretiert, also auf die Beispiele induktiv geantwortet und zudem produktiv Sinn in diese gelegt, indem die theoretischen Perspektiven zu den grundlegenden Weisen leiblichen, sozialen, dinglich-materialien, räumlichen und temporalen des Wahrnehmens und Erfahrens von Kindern aufgerufen werden. Die Darstellung folgt den drei Charakteristika der Ermöglichung durch Aufgaben: 1) Besondere Erlebnisse; 2) Ästhetische Produktion und Symbolisierung und 3) Erlernen und Üben praktischer Fertigkeiten. Innerhalb der drei Unterkapitel werden die Beispiele entsprechend ihrer Charakteristika der Praktiken zur Strukturierung geordnet von wenig strukturierend über teilweise strukturierend zu stark strukturierend. Das Beibehalten der Ordnung ermöglicht es, die Forschungsfrage zu beantworten, wie sich mögliche Effekte pädagogischer Inszenierungen von Fachkräften auf aisthetische Erfahrungsprozesse und Bildungserfahrungen von Kindern bestimmen lassen. Jedes Kapitel beginnt mit dem Beispiel, dann erfolgt die responsive Interpretation und abschließend eine Zusammenfassung der Interpretation. Folgende vier Beispiele werden aus den Bildungsangeboten ausgewählt, in denen Fachkräfte versuchen, besondere Erlebnisse bei Kindern zu ermöglichen. Im Beispiel Verpacken eines Einkaufswagens (1) packen die Kinder mit diversen Materialen dreidimensionale, große Spielgeräte ein wie einen Einkaufswagen ein. Das nächste Beispiel bezieht sich auf das Gestalten mit Ton (2), dem plastischen Material Ton. Im dritten Beispiel Malen mit Fingerfarbe (3) malen die Kinder mit Fingerfarbe auf einem Papierbogen. Im anschließenden Beispiel Gestisches Kreiseln (4) kreiseln die Kinder zu einem Lied mit den Stiften über einen Papierbogen. Weiterhin wurden drei Beispiele ausgewählt, in denen Fachkräfte versuchen, Kinder zur ästhetischen Symbolisierung und ästhetischen Produktion anzuregen. Im Beispiel Sommerblumenwiese (5): basteln alle Kinder zusammen eine Sommerblumenwiese. Im sechsten Beispiel Äpfel aus Salzteig (6) symbolisieren die Kinder aus der Anschauung einen Apfel aus Salzteig. Darauf folgt das Beispiel Obstkorb (7), in dem alle Kinder zusammen einen Obstkorb. Basteln. Zudem wurden drei Beispiele ausgewählt, in denen Fachkräfte versuchen, bei Kindern ein Erlernen und Üben von praktischen Fertigkeiten zu ermöglichen. Das achte Beispiel Murmelrolltechnik (8) bezieht sich auf ein Zufallsverfahren im Bereich des Malens. Im Beispiel Mitmachzeichnung (9) zeichnen die Kinder gleichzeitig mit der Fachkraft eine Schlange. Im letzten Beispiel Handabdruck (10) lernen die Kinder eine Drucktechnik kennen. Ein zusammenfassender Rückblick und Überblick in Bezug auf Sozialität und Fremdheit aisthetischer Erfahrung wird gegeben und die Frage diskutiert, inwiefern aisthetische Erfahrungen zu bildenden Erfahrungen werden können. Abschließend werden sieben Fragen zu den Korrelationen im performativen Zeige- und Antwortgeschehen ausgewiesen.

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Aisthetische Erfahrungen von Kindern

  • Martina Janßen

摘要

In diesem Kapitel werden an zehn ausgewählten Beispielen aisthetische Erfahrungen von Kindern responsiv interpretiert, also auf die Beispiele induktiv geantwortet und zudem produktiv Sinn in diese gelegt, indem die theoretischen Perspektiven zu den grundlegenden Weisen leiblichen, sozialen, dinglich-materialien, räumlichen und temporalen des Wahrnehmens und Erfahrens von Kindern aufgerufen werden. Die Darstellung folgt den drei Charakteristika der Ermöglichung durch Aufgaben: 1) Besondere Erlebnisse; 2) Ästhetische Produktion und Symbolisierung und 3) Erlernen und Üben praktischer Fertigkeiten. Innerhalb der drei Unterkapitel werden die Beispiele entsprechend ihrer Charakteristika der Praktiken zur Strukturierung geordnet von wenig strukturierend über teilweise strukturierend zu stark strukturierend. Das Beibehalten der Ordnung ermöglicht es, die Forschungsfrage zu beantworten, wie sich mögliche Effekte pädagogischer Inszenierungen von Fachkräften auf aisthetische Erfahrungsprozesse und Bildungserfahrungen von Kindern bestimmen lassen. Jedes Kapitel beginnt mit dem Beispiel, dann erfolgt die responsive Interpretation und abschließend eine Zusammenfassung der Interpretation. Folgende vier Beispiele werden aus den Bildungsangeboten ausgewählt, in denen Fachkräfte versuchen, besondere Erlebnisse bei Kindern zu ermöglichen. Im Beispiel Verpacken eines Einkaufswagens (1) packen die Kinder mit diversen Materialen dreidimensionale, große Spielgeräte ein wie einen Einkaufswagen ein. Das nächste Beispiel bezieht sich auf das Gestalten mit Ton (2), dem plastischen Material Ton. Im dritten Beispiel Malen mit Fingerfarbe (3) malen die Kinder mit Fingerfarbe auf einem Papierbogen. Im anschließenden Beispiel Gestisches Kreiseln (4) kreiseln die Kinder zu einem Lied mit den Stiften über einen Papierbogen. Weiterhin wurden drei Beispiele ausgewählt, in denen Fachkräfte versuchen, Kinder zur ästhetischen Symbolisierung und ästhetischen Produktion anzuregen. Im Beispiel Sommerblumenwiese (5): basteln alle Kinder zusammen eine Sommerblumenwiese. Im sechsten Beispiel Äpfel aus Salzteig (6) symbolisieren die Kinder aus der Anschauung einen Apfel aus Salzteig. Darauf folgt das Beispiel Obstkorb (7), in dem alle Kinder zusammen einen Obstkorb. Basteln. Zudem wurden drei Beispiele ausgewählt, in denen Fachkräfte versuchen, bei Kindern ein Erlernen und Üben von praktischen Fertigkeiten zu ermöglichen. Das achte Beispiel Murmelrolltechnik (8) bezieht sich auf ein Zufallsverfahren im Bereich des Malens. Im Beispiel Mitmachzeichnung (9) zeichnen die Kinder gleichzeitig mit der Fachkraft eine Schlange. Im letzten Beispiel Handabdruck (10) lernen die Kinder eine Drucktechnik kennen. Ein zusammenfassender Rückblick und Überblick in Bezug auf Sozialität und Fremdheit aisthetischer Erfahrung wird gegeben und die Frage diskutiert, inwiefern aisthetische Erfahrungen zu bildenden Erfahrungen werden können. Abschließend werden sieben Fragen zu den Korrelationen im performativen Zeige- und Antwortgeschehen ausgewiesen.