Nach der Markteinführung des Deutschlandtickets wird weiter ambivalent über das Ticket diskutiert, es wird schließlich Ende 2024 zum Wahlkampfthema. An der grundsätzlichen Diskussion ändert sich wenig. Eine Erörterung der komplexen Wirkungsmechanismen bleibt aus, stattdessen werden Einzelaspekte diskutiert. Nach und nach gerät die Finanzierung zum Kerndiskussionspunkt. Während der Bestand an Deutschlandtickets stetig anwächst, gleichzeitig die Nachfrage im Nahverkehr weiter ansteigt und Verkehrsunternehmen über Rekordzahlen bei Abo-Kunden berichten und mehr als jede zweite Fahrt im ÖPNV auf das bundesweit nutzbare Ticket entfällt, entbrennt eine Diskussion über die weitere Finanzierung des Tickets bzw. des Nahverkehrs. Die Einnahmenlücke in der Branche ergibt sich daraus, dass innerhalb des „Rettungsschirms“ die Soll-Einnahmen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 fortgeschrieben werden (als ob es die Pandemie nie gegeben hätte), und sich diese immer weiter von den geringeren Ist-Einnahmen entfernen. Die Finanz-Lücke soll schließlich durch eine Preisanhebung beim Deutschlandticket geschlossen werden. Ab 01.01.2025 steigt der Preis von 49 auf dann 58 €.

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Die Entwicklungen nach der Markteinführung des Deutschlandtickets

  • Andreas Krämer

摘要

Nach der Markteinführung des Deutschlandtickets wird weiter ambivalent über das Ticket diskutiert, es wird schließlich Ende 2024 zum Wahlkampfthema. An der grundsätzlichen Diskussion ändert sich wenig. Eine Erörterung der komplexen Wirkungsmechanismen bleibt aus, stattdessen werden Einzelaspekte diskutiert. Nach und nach gerät die Finanzierung zum Kerndiskussionspunkt. Während der Bestand an Deutschlandtickets stetig anwächst, gleichzeitig die Nachfrage im Nahverkehr weiter ansteigt und Verkehrsunternehmen über Rekordzahlen bei Abo-Kunden berichten und mehr als jede zweite Fahrt im ÖPNV auf das bundesweit nutzbare Ticket entfällt, entbrennt eine Diskussion über die weitere Finanzierung des Tickets bzw. des Nahverkehrs. Die Einnahmenlücke in der Branche ergibt sich daraus, dass innerhalb des „Rettungsschirms“ die Soll-Einnahmen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 fortgeschrieben werden (als ob es die Pandemie nie gegeben hätte), und sich diese immer weiter von den geringeren Ist-Einnahmen entfernen. Die Finanz-Lücke soll schließlich durch eine Preisanhebung beim Deutschlandticket geschlossen werden. Ab 01.01.2025 steigt der Preis von 49 auf dann 58 €.