Simulanten wie wir. Sinntheoretische Voraussetzungen lernfähiger Intelligenz
摘要
Eine überprüfbare Theorie des Bewusstseins wie der Intelligenz fehlt bisher. Das wirkt sich negativ auf das Verständnis von KI aus. Aufgrund der Vermutung, dass Intelligenz wie auch Bewusstsein ohne das Prozessieren von Sinn nicht möglich sind, untersucht der Text, welche Form der Operativität Systeme zur Sinnbildung befähigt. Die Differenzierung von Sinn, Bedeutung, Information und Kommunikation dient dazu, die Funktionen von Lernen und Gedächtnis für Sinnbildung zu bestimmen. Wenn digitale Informationsverarbeitung Sinnbildung ermöglichen soll, müssen Zeichenprozesse ohne Beteiligung von Wahrnehmung und Bewusstsein ablaufen können. Das wird im Rückgriff auf die Semiotik von C. S. Peirce gezeigt. Sinn wird so konzipiert, dass sowohl die Vielfalt komplexer Systeme, seien sie biologisch, sozial oder digital, als auch die Evolution komplexer Leistungen, sei es Bedeutungsbildung, Intelligenz oder Bewusstsein, möglich sind. Daraus lassen sich Konsequenzen für die Koevolution von biochemischen und digitalen Intelligenzen ableiten, die für das menschliche Selbstverständnis immer mehr an Bedeutung gewinnt: digitale Bildung.