Die Betroffenheit durch vorurteilmotivierte Handlungen geht mit weitreichenden Folgen auf individueller, gemeinschaftlicher und gesamtgesellschaftlicher Ebene einher. Innerhalb des vorliegenden Beitrags werden die Folgen der Betroffenheit durch Vorurteilskriminalität im Vergleich zu Viktimisierungserfahrungen ohne Vorurteilsmotiv auf der Individualebene analysiert. Der Fokus liegt auf Polizeivertrauen, Kriminalitätsfurcht und identitätsbezogenem Vermeidungsverhalten. Die Ergebnisse multivariater Analysen offenbaren die ausschlaggebende Rolle der Wahrnehmung eines Vorurteilsmotivs durch Betroffene für das Vertrauen in die Polizei, die Kriminalitätsfurcht und das identitätsbezogene Vermeidungsverhalten. Damit stützen und erweitern die vorliegenden Ergebnisse frühere theoretische und empirische Befunde zu den Folgen der Betroffenheit durch vorurteilsmotivierte Taten und untermauern die Notwendigkeit, Vorurteilsmotive in der zukünftigen Dunkelfeldforschung zu Kriminalität und deren Folgen stärker zu berücksichtigen. Datengrundlage sind n = 3895 Personen aus N = 96 Hamburger Stadtteilen.

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Folgen vorurteilsmotivierter Viktimisierung

  • Joachim Häfele,
  • Eva Groß,
  • Sascha Peter

摘要

Die Betroffenheit durch vorurteilmotivierte Handlungen geht mit weitreichenden Folgen auf individueller, gemeinschaftlicher und gesamtgesellschaftlicher Ebene einher. Innerhalb des vorliegenden Beitrags werden die Folgen der Betroffenheit durch Vorurteilskriminalität im Vergleich zu Viktimisierungserfahrungen ohne Vorurteilsmotiv auf der Individualebene analysiert. Der Fokus liegt auf Polizeivertrauen, Kriminalitätsfurcht und identitätsbezogenem Vermeidungsverhalten. Die Ergebnisse multivariater Analysen offenbaren die ausschlaggebende Rolle der Wahrnehmung eines Vorurteilsmotivs durch Betroffene für das Vertrauen in die Polizei, die Kriminalitätsfurcht und das identitätsbezogene Vermeidungsverhalten. Damit stützen und erweitern die vorliegenden Ergebnisse frühere theoretische und empirische Befunde zu den Folgen der Betroffenheit durch vorurteilsmotivierte Taten und untermauern die Notwendigkeit, Vorurteilsmotive in der zukünftigen Dunkelfeldforschung zu Kriminalität und deren Folgen stärker zu berücksichtigen. Datengrundlage sind n = 3895 Personen aus N = 96 Hamburger Stadtteilen.