Cybercrime-Dunkelfeldanalyse von Privatpersonen in Österreich – Eine kritische Analyse der Methodik
摘要
Die Digitalisierung hat zu einem signifikanten Anstieg der Cyberkriminalität geführt, während belastbare Daten zu Dunkelfelduntersuchungen in diesem Bereich weitgehend fehlen. Diese Studie widmet sich der Dunkelfeldanalyse von Cybercrime in Österreich und untersucht, inwiefern traditionelle Methoden zur Messung der Viktimisierung durch digitale Delikte ausreichen. Basierend auf einer repräsentativen Online-Befragung von 1007 Personen wird die Verbreitung unterschiedlicher Cybercrime-Formen analysiert. Die Ergebnisse zeigen eine hohe Viktimisierungsrate: 84 % der Befragten waren mindestens einmal von einem Cybercrime-Vorfall betroffen, wobei Phishing (59 %) und Computerviren (53,7 %) die häufigsten Delikte darstellen. Trotz der hohen Dunkelziffer liegt die Anzeigewahrscheinlichkeit bei nur 6,2 %. Die Analyse zeigt zudem, dass Männer sowie höher Gebildete signifikant häufiger Opfer werden. Ein Vergleich mit einer Studie aus der Schweiz verdeutlicht methodische Herausforderungen der internationalen Vergleichbarkeit solcher Studien. Das geringe Anzeigeverhalten, die rasche Evolution von Cybercrime, insbesondere durch KI-gestützte Angriffe, sowie die Herausforderungen in der Vergleichbarkeit, verdeutlichen die Notwendigkeit neuer Erhebungsmethoden. Trotz allem hebt die Studie die Bedeutung standardisierter Dunkelfeldforschung hervor, um Cybercrime besser zu erfassen und Präventionsmaßnahmen gezielter zu gestalten.