In diesem Kapitel geht es um ein Medium, dass Niklas Luhmann von 1952 bis 1997 genutzt hat, um seine Gedanken so abzulegen, dass er sie in dieser langen Zeit wiederverwenden konnte. Er nannte das Medium Zettelkasten. Es bestand am Ende aus ca. 90.000 Notizen, die vielfältig miteinander in Bezug gesetzt waren. Die Loslösung der Inhalte von ihrer Struktur, die ständige interaktive Reorganisation der Inhalte, die Vernetzung der Inhalte über Verweise und Rückverweise sowie die assoziative Navigation durch die Notizen, führte zu einem, dem individuellen Denken von Luhmann angepassten Medium und damit zu einem Beispiel für einen funktionierenden Personal Knowledge Graph.

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Der Zettelkasten von Niklas Luhmann

  • Tassilo Weller

摘要

In diesem Kapitel geht es um ein Medium, dass Niklas Luhmann von 1952 bis 1997 genutzt hat, um seine Gedanken so abzulegen, dass er sie in dieser langen Zeit wiederverwenden konnte. Er nannte das Medium Zettelkasten. Es bestand am Ende aus ca. 90.000 Notizen, die vielfältig miteinander in Bezug gesetzt waren. Die Loslösung der Inhalte von ihrer Struktur, die ständige interaktive Reorganisation der Inhalte, die Vernetzung der Inhalte über Verweise und Rückverweise sowie die assoziative Navigation durch die Notizen, führte zu einem, dem individuellen Denken von Luhmann angepassten Medium und damit zu einem Beispiel für einen funktionierenden Personal Knowledge Graph.