Diese Studie untersucht die kognitiven und neuronalen Prozesse beim Ausfüllen von Umfragen und kombiniert neurowissenschaftliche Methoden wie Eyetracking, EEG und fNIRS mit der Messung von Antwortzeiten, um das Verhalten der Befragten besser zu verstehen. Das Ziel des Beitrags ist es, kognitive Konzepte des Antwortverhaltens mit methodisch innovativen Zugängen zumindest partiell zu prüfen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Analyse zwei zentraler Antwortstrategien, die bereits seit vielen Jahren Gegenstand der Umfrageforschung sind, dem „Satisficing“ und „Optimizing“ (vgl. hierzu insbesondere Krosnick 1991 oder jüngst Roberts et al. 2019). In dieser Studie wird eine etablierte Skala genutzt, um zwischen Satisficern und Optimizern bei 81 studentischen Teilnehmenden zu unterscheiden und die Unterschiede in den Reaktionszeiten bei Fakten- und Einstellungsfragen sowie einfachen und schwierigen Fragen zu analysieren. Weitere Einflussfaktoren wie unterschiedliche Umfragethemen sowie individuelle Merkmale der Befragten (Relevanz, der Themen, Geschlecht, Händigkeit und Muttersprache etc.) wurden gesondert berücksichtigt. Zudem erfolgte ein Monitoring des Lese- und Entscheidungsprozesses über Eyetracking und es wurden bei 37 Teilnehmer*innen zusätzlich neurowissenschaftliche Methoden wie fNIRS und EEG eingesetzt, um erste Aufschlüsse über die Hirnaktivität während dem Antwortprozess zu erhalten.

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Zum Monitoring von Satisficing und Optimizing bei Umfragen. Einblicke in kognitive Prozesse des Antwortverhaltens basierend auf Reaktionszeitmessungen und Neuroimaging-Methoden

  • Wolfgang Aschauer,
  • Christopher Etter,
  • Florian Nemetz,
  • Martin Weichbold,
  • Dietmar Roehm,
  • Reinhard Bachleitner

摘要

Diese Studie untersucht die kognitiven und neuronalen Prozesse beim Ausfüllen von Umfragen und kombiniert neurowissenschaftliche Methoden wie Eyetracking, EEG und fNIRS mit der Messung von Antwortzeiten, um das Verhalten der Befragten besser zu verstehen. Das Ziel des Beitrags ist es, kognitive Konzepte des Antwortverhaltens mit methodisch innovativen Zugängen zumindest partiell zu prüfen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Analyse zwei zentraler Antwortstrategien, die bereits seit vielen Jahren Gegenstand der Umfrageforschung sind, dem „Satisficing“ und „Optimizing“ (vgl. hierzu insbesondere Krosnick 1991 oder jüngst Roberts et al. 2019). In dieser Studie wird eine etablierte Skala genutzt, um zwischen Satisficern und Optimizern bei 81 studentischen Teilnehmenden zu unterscheiden und die Unterschiede in den Reaktionszeiten bei Fakten- und Einstellungsfragen sowie einfachen und schwierigen Fragen zu analysieren. Weitere Einflussfaktoren wie unterschiedliche Umfragethemen sowie individuelle Merkmale der Befragten (Relevanz, der Themen, Geschlecht, Händigkeit und Muttersprache etc.) wurden gesondert berücksichtigt. Zudem erfolgte ein Monitoring des Lese- und Entscheidungsprozesses über Eyetracking und es wurden bei 37 Teilnehmer*innen zusätzlich neurowissenschaftliche Methoden wie fNIRS und EEG eingesetzt, um erste Aufschlüsse über die Hirnaktivität während dem Antwortprozess zu erhalten.