Plakatives Gedenken an den Kommunismus
摘要
Der Schlussabschnitt führt die Ergebnisse der empirischen Analyse zusammen. Ausgehend von der Inszenierung wird dabei immer wieder auf zwei Hintergrundfolien verwiesen: den engeren Kontext der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur als der für die Ausstellung maßgeblich verantwortlichen Organisation und den weiteren Kontext der staatlichen Geschichtspolitik, wie sie in Deutschland den Kommunismus zum Gegenstand macht. Dank der Kontextsensibilität kann schließlich geklärt werden, aufgrund welcher geschichtspolitischen Strategie die ausgestellte Geschichte im Supergedenkjahr derart plakativ ausfiel. Dem staatlich formulierten Anspruch, die innere Einheit des vereinigten Deutschlands mittels der Aufarbeitung des Kommunismus zu fördern und zu festigen, wurde diese Strategie nicht gerecht.