Diktatur und Demokratie im Zeitalter der Extreme
摘要
Der Abschnitt entfaltet die empirische Analyse. In einem ersten Schritt bewegt sich die Dekonstruktion ‚vom Großen ins Kleine‘, von einem breiten Kontext staatlicher Geschichtspolitik über den organisationalen Kontext der Bundesstiftung Aufarbeitung bis hin zum konkreten Zur-Schau-Stellen, das allem voran als ambivalenter Prozess des doing memory interessiert und mithilfe von Leitfaden-Interviews mit den Ausstellungsverantwortlichen aufgeschlossen wird. In einem zweiten Schritt konzentriert sich die Dekonstruktion auf das Resultat der staatlich organisierten Inszenierung, d.h. auf die Schau selbst als ein brüchiges, mehrstimmiges Gebilde. Hierbei rückt primär in den Blick, wie und nach welchen Regeln die Ausstellung als Produktionsstätte von Bedeutung funktioniert. Näher in Augenschein genommen werden exemplarisch drei Plakate, anhand derer die innere Organisation der Ausstellung, die Beziehungen zwischen ihren Einzelteilen und – entsprechend der Bewegungslogik ‚vom Kleinen ins Große‘ – auch deren Verweiskraft auf bestimmtes Wissen und größere Wissenszusammenhänge systematisch nachvollzogen werden können.