Transformationswissen in didaktisch konnotierten Räumen – empirische Erkenntnisse eines raumbezogenen Lehrforschungsprojektes
摘要
Hochschulen fungieren als „Pioniere des Wandels“ in der erforderlichen Großen Transformation. Um diese Rolle zu erfüllen, befinden sich Hochschulen selbst in einem Transformationsprozess und pilotieren innovative Lehrforschungsprojekte. An der Hochschule RheinMain wurde das transdisziplinäre Projekt „Transformationswissen für die zukunftsfähige Stadt“ im Wintersemester 2022/23 initiiert und über drei Semester begleitend evaluiert mit dem Ziel, Erkenntnisse über das vermittelte Transformationswissen und die qualitative Weiterentwicklung des Lehrforschungsprojekts zu gewinnen. Dafür wurden passiv teilnehmende Beobachtungen in 15 einzelnen Sitzungen und drei Gruppendiskussionen mit Studierenden durchgeführt. Die Gruppendiskussionen wurden aufgezeichnet, anschließend vollständig transkribiert und einer inhaltlich-strukturierenden Inhaltsanalyse nach Kuckartz unterzogen. In der Qualitativen Inhaltsanalyse ergaben sich vier übergeordnete Themen – „Lehrorganisation“, „Didaktik“, „Interdisziplinarität“ und „Transdisziplinarität“ – wodurch verschiedene Perspektiven auf das Lehrforschungsprojekt ermöglicht werden. Im Zentrum dieses Beitrags stehen inhaltliche Aspekte des Lernzuwachses im Bereich der sozial-ökologischen Transformation. Raumbezogene Lehrforschungsprojekte zeigen die Potenziale in der transdisziplinären Kooperation auf und können prototypisch in den Hochschulen Anwendung finden. Perspektivisch können sie als Transmissionsriemen zwischen verschiedenen Akteur*innen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft für die Große Transformation fungieren.