Gesellschaftliche Wirkungen transformativer Forschung – Wirkungspfade einer räumlichen Intervention
摘要
Die transdisziplinäre und transformative Forschung integriert wissenschaftliche und gesellschaftliche Akteur*innen zur Lösung komplexer Herausforderungen. Reallabore gelten dabei als prominenter Ansatz, um durch ko-kreatives Experimentieren nachhaltige Transformationen zu fördern. Ziel ist es, Effekte wie soziale, ökologische oder ökonomische Verbesserungen zu erzielen. Jedoch bleibt die Wirkungsanalyse schwierig, da diese Wirkungen schwer planbar und teils verzögert sichtbar werden. Die Intervention „TauschRausch Schwentinental“ veranschaulicht ein Vorgehen, sich diesem Thema zu nähern: Im Rahmen eines Projekts zur Förderung nachhaltigen Konsums wurde eine Kleidertauschbörse in einem leerstehenden Ladenlokal mit begleitenden Formaten wie Tausch-Frühstück, Workshops und Vorträgen umgesetzt. Eine Theory of Change diente als Analysegrundlage, um Wirkungen wie Netzwerkbildung, Bewusstseinswandel und Gemeinschaftsbildung nachzuvollziehen. Die Wirkungen wurden auf verschiedenen Ebenen analysiert: kurzfristige (z. B. Nutzung des Angebots), mittel- (Verstetigung des Projekts) und langfristige Wirkung (Einfluss auf Diskurse). zentrale Als wesentliche Wirkungen lassen sich die Steigerung des Gemeinschaftsgefühls, die Sensibilisierung für Nachhaltigkeit und die Förderung partizipativer Stadtgestaltung festhalten. Trotz begrenzter Reichweite konnte die Intervention Potenziale für die Stadtentwicklung und Netzwerkarbeit entfalten. Es verdeutlicht, dass Reallabore Veränderungen anstoßen können, auch wenn nicht alle Ziele unmittelbar erreicht werden können. Die Reflexion von Wirkungspfaden bleibt essenziell, um die komplexen Dynamiken solcher Prozesse zu verstehen und weiterzuentwickeln.