Nachhaltigkeit, Ästhetik und Inklusion! Die Initiative Neues Europäisches Bauhaus (NEB) der Europäischen Union erklärt den Zusammenhang dieser Werte als erstrebenswert und unausweichlich zugleich. Sowohl die UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 – insbesondere Ziel Nr. 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten – als auch das Pariser Klimaabkommen und der Green Deal der Europäischen Kommission unterstreichen die Notwendigkeit einer gemeinwohlorientierten und nachhaltigen Transformation. Wie entsteht und wie wirkt Ästhetik in Stadtentwicklung, Architektur und auf Lebensstilebene als Bestandteil von Transformation? Dieser Beitrag zeigt, wie Architekt*innen aus intuitiven Impulsen über Entwürfe iterativer Versuchsreihen zu Modellen und Konzepten zeichenhafter Ganzheit finden. Anforderungen zu Herstellungsweise, Zweckmäßigkeit und Ästhetik in eine ausgewogene, nachhaltige Balance zu bringen, ist wesentliches Qualitätskriterium gelungener Gestaltung. Wie kann Inklusion in Planungen und Prozessen einer langfristigen Transformation stattfinden und gesichert werden? Die Inszenierungen von Funktion, Geometrie und Atmosphäre erzeugen architektonischen Ausdruck, dessen Zugänglichkeit durch eigene Assoziationen von Betrachtenden und Nutzenden erlebt, interpretiert und verstanden werden kann. Partizipation wird hier u. a. als unmittelbare Nutzer*innenbeteiligung in Projekten gemeinschaftlichen Wohnens und exemplarisch als Praxis-Check vieler Optionen der Stadtentwicklung beleuchtet. Professionelle Gestaltung und Ästhetikentwicklung wird in der Regel wertschätzend partizipativ begleitet und ist auf inklusive Teilhabe aller Ebenen von Erlebnisqualität ausgerichtet.

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Ästhetische Aspekte inklusiver Transformation

  • Ralf Kunze

摘要

Nachhaltigkeit, Ästhetik und Inklusion! Die Initiative Neues Europäisches Bauhaus (NEB) der Europäischen Union erklärt den Zusammenhang dieser Werte als erstrebenswert und unausweichlich zugleich. Sowohl die UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 – insbesondere Ziel Nr. 11: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten – als auch das Pariser Klimaabkommen und der Green Deal der Europäischen Kommission unterstreichen die Notwendigkeit einer gemeinwohlorientierten und nachhaltigen Transformation. Wie entsteht und wie wirkt Ästhetik in Stadtentwicklung, Architektur und auf Lebensstilebene als Bestandteil von Transformation? Dieser Beitrag zeigt, wie Architekt*innen aus intuitiven Impulsen über Entwürfe iterativer Versuchsreihen zu Modellen und Konzepten zeichenhafter Ganzheit finden. Anforderungen zu Herstellungsweise, Zweckmäßigkeit und Ästhetik in eine ausgewogene, nachhaltige Balance zu bringen, ist wesentliches Qualitätskriterium gelungener Gestaltung. Wie kann Inklusion in Planungen und Prozessen einer langfristigen Transformation stattfinden und gesichert werden? Die Inszenierungen von Funktion, Geometrie und Atmosphäre erzeugen architektonischen Ausdruck, dessen Zugänglichkeit durch eigene Assoziationen von Betrachtenden und Nutzenden erlebt, interpretiert und verstanden werden kann. Partizipation wird hier u. a. als unmittelbare Nutzer*innenbeteiligung in Projekten gemeinschaftlichen Wohnens und exemplarisch als Praxis-Check vieler Optionen der Stadtentwicklung beleuchtet. Professionelle Gestaltung und Ästhetikentwicklung wird in der Regel wertschätzend partizipativ begleitet und ist auf inklusive Teilhabe aller Ebenen von Erlebnisqualität ausgerichtet.