Weniger ist mehr? Eine Metakritik gegenwärtiger Kapitalismuskritik
摘要
Die Kritik des Kapitalismus erscheint in gegenwärtigen Diskursen eine Art common sense darzustellen. In den verschiedenen Formen der Kritik werden Fragen gesellschaftlicher Transformationen zwar adressiert, allerdings nicht in der Form, dass eine Überwindung des Systems bereits als Zielperspektive in die Ansätze eingelassen wäre. Der Beitrag untersucht an exemplarischen Beispielen, inwiefern gegenwärtige Formen der Kapitalismuskritik nicht dazu geeignet sind, eine Überwindung des Systems zu denken und sich stattdessen auf eine Pazifizierung des Systems kaprizieren. Ausgehend von Henri Lefebvres Arbeiten zur Kritik des Alltagslebens wird abschließend für eine gesellschaftstheoretische und praxisphilosophische Konturierung der Sozialen Arbeit argumentiert.