Klimabildung im Kontext der Politischen Bildung
摘要
Klimabildung ist durch entsprechende Artikel sowohl des Klimarahmenabkommens der Vereinten Nationen (UNFCCC) als auch des Pariser Klimaabkommens von 2015 als bildungspolitischer Auftrag völkerrechtlich verankert. Die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) verdeutlichen zudem die enge Verbindung zwischen Klimabildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die sich historisch aus der Umweltbildung und dem Globalen Lernen entwickelt hat. Klimabildung zielt demnach einerseits auf die Förderung klimafreundlicher Lebensstile zur Verringerung der Treibhausgasemissionen durch nachhaltigen Konsum und Produktion ab, andererseits liegt der Fokus auf globalen Gerechtigkeitsfragen. Inzwischen wird vielfach kritisiert, dass in vielen Bildungsangeboten fast ausschließlich die persönliche Verhaltensänderung der Lernenden im Fokus steht. Durch das sich schließende Zeitfenster für den Kampf gegen den Klimawandel sowie die Betonung des politischen Handelns durch den letzten Bericht des Weltklimarats (IPCC) wird auch im Bildungskontext die gesellschaftlich-politische Dimension der BNE und Klimabildung immer bedeutsamer. Dies zeigt deutlich, dass Klimabildung und politische Bildung in schulischer und außerschulischer Bildung untrennbar miteinander verbunden sind. Eine politische Klimabildung fördert die politische Urteils- und Handlungsfähigkeit im Kontext der Klimakrise und stellt die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Zukunftsfragen in den Mittelpunkt. Lernende setzen sich differenziert sowohl mit Verantwortlichkeiten als auch Handlungsoptionen sowohl für individuelles als auch kollektives Handeln auseinander. Dies leistet einen Beitrag zur Wahrnehmung und Bewältigung von Unsicherheiten und Ängsten im Kontext multipler Krisen sowie der Förderung von Resilienz.