Während des „lange[n] Sommer[s] der Migration“ (Hess, Sabine, Kasparek, Bernd, Kron, Stefanie, Rodatz, Mathias, Schwertl, Maria, & Sontowski, Simon. (2016). Der lange Sommer der Migration. Grenzregime III. Assoziation A.) schien die deutsche Gesellschaft sich zu polarisieren und zu spalten: Auf der einen Seite etablierte sich eine ‚Willkommenskultur‘ und circa 10 % der Deutschen unterstützte aktiv geflüchtete Menschen, während gleichzeitig flüchtlingsfeindliche, rechtspopulistische und rassistische Aktivitäten sichtbarer in der Öffentlichkeit wurden. Täglich konnten in den (sozialen) Medien Kampagnen, Proteste, Demonstrationen und Ausschreitungen, etwa gegen den Bau von Geflüchtetenunterkünften oder gegen eine imaginierte ‚Islamisierung des Abendlandes‘, beobachtet werden (Hinger, Sophie, Daphi, Priska, & Stern, Verena. (2019). Divided Reactions: Pro- and Anti-Migrant Mobilization in Germany. In Andrea Rea, Marco Martiniello, Alessandro Mazzola, & Bart Meuleman (Hrsg.), The refugee reception crisis in Europe. Polarized opinions and mobilizations (S. 55–74). Éditions de l’Université de Bruxelles.), in denen kollektiv geteilte Emotionen wie Empörung, Wut, Verachtung und Feindseligkeit aufschienen (Zick und Zick, Andreas, & Küpper, Beate. (2015). Der Dreiklang aus Wut, Verachtung und Abwertung. In Wut, Verachtung, Abwertung. Rechtspopulismus in Deutschland. In Ralf Melzer & Dietmar Molthagen (Hrsg.), Wut, Verachtung Abwertung. Rechtspopulismus in Deutschland (S. 11–14). Dietz.). Die Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle (Mut gegen rechte Gewalt, 2023) dokumentiert für das Jahr 2015 1248 Fälle von Gewalt gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Von der Empörung zur Gewalt

  • Hannah Mietke,
  • Yann Rees,
  • Andreas Zick,
  • Jakob Thinius,
  • Matthias Koch,
  • Andreas Beelmann

摘要

Während des „lange[n] Sommer[s] der Migration“ (Hess, Sabine, Kasparek, Bernd, Kron, Stefanie, Rodatz, Mathias, Schwertl, Maria, & Sontowski, Simon. (2016). Der lange Sommer der Migration. Grenzregime III. Assoziation A.) schien die deutsche Gesellschaft sich zu polarisieren und zu spalten: Auf der einen Seite etablierte sich eine ‚Willkommenskultur‘ und circa 10 % der Deutschen unterstützte aktiv geflüchtete Menschen, während gleichzeitig flüchtlingsfeindliche, rechtspopulistische und rassistische Aktivitäten sichtbarer in der Öffentlichkeit wurden. Täglich konnten in den (sozialen) Medien Kampagnen, Proteste, Demonstrationen und Ausschreitungen, etwa gegen den Bau von Geflüchtetenunterkünften oder gegen eine imaginierte ‚Islamisierung des Abendlandes‘, beobachtet werden (Hinger, Sophie, Daphi, Priska, & Stern, Verena. (2019). Divided Reactions: Pro- and Anti-Migrant Mobilization in Germany. In Andrea Rea, Marco Martiniello, Alessandro Mazzola, & Bart Meuleman (Hrsg.), The refugee reception crisis in Europe. Polarized opinions and mobilizations (S. 55–74). Éditions de l’Université de Bruxelles.), in denen kollektiv geteilte Emotionen wie Empörung, Wut, Verachtung und Feindseligkeit aufschienen (Zick und Zick, Andreas, & Küpper, Beate. (2015). Der Dreiklang aus Wut, Verachtung und Abwertung. In Wut, Verachtung, Abwertung. Rechtspopulismus in Deutschland. In Ralf Melzer & Dietmar Molthagen (Hrsg.), Wut, Verachtung Abwertung. Rechtspopulismus in Deutschland (S. 11–14). Dietz.). Die Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle (Mut gegen rechte Gewalt, 2023) dokumentiert für das Jahr 2015 1248 Fälle von Gewalt gegen Geflüchtete und ihre Unterkünfte.