Der Beitrag erläutert Ansatz und Aufbau des vorliegenden Bandes. Zu diesem Zweck skizziert er die mediengeschichtliche Stellung des traditionellen Panoramas sowie seiner Erforschung und entwirft Perspektiven zu deren disziplinärer Öffnung und Neuverortung. Angedacht wird eine intermediale ‚Panoramatik‘ als Historie und Theorie des Begehrens, ‚alles‘ in den Blick zu bekommen. Damit geraten sowohl die beiden Aspekte der ‚Panorama‘-Wortverheißung (‚alles‘ und ‚sehen‘) als auch die Eigenschaften und Versprechungen des historischen Rotundenbildes (360°-Rundsicht und Immersion) spezifisch ins Visier; ebenso die Divergenzen, die daraus entstehen, dass ‚sehen‘ im Begriffsgebrauch von Anfang an nicht nur auf visuelle, sondern auch auf andere Erfahrungs- und Erfassungsmodi zielt. Anhand des historischen Übergangs vom Panorama zum Film wird zunächst die Kontinuität des medienvisuellen Alldarbietungs- und Immersions-Begehrens exemplarisch ausgeleuchtet. Im Anschluss werden einschlägige Antagonismen in der Panoramaforschung – namentlich in Hinblick auf die Frage, ob das Panorama die betrachtende Instanz ermächtige oder entmündige – herausgearbeitet, um die Ausgangslage für eine erweiterte Beschäftigung zu konturieren. Der abschließende Teil führt durch die Beiträge des Bandes, die das unbegrenzte Feld dessen, was Alles im Blick sein oder meinen kann, in verschiedenen Phänomen-, Epochen-, Disziplinen- oder Theorie-Sektoren beackern.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Einleitung

  • Clara Wörsdörfer,
  • Roman Mauer,
  • Johannes Ullmaier

摘要

Der Beitrag erläutert Ansatz und Aufbau des vorliegenden Bandes. Zu diesem Zweck skizziert er die mediengeschichtliche Stellung des traditionellen Panoramas sowie seiner Erforschung und entwirft Perspektiven zu deren disziplinärer Öffnung und Neuverortung. Angedacht wird eine intermediale ‚Panoramatik‘ als Historie und Theorie des Begehrens, ‚alles‘ in den Blick zu bekommen. Damit geraten sowohl die beiden Aspekte der ‚Panorama‘-Wortverheißung (‚alles‘ und ‚sehen‘) als auch die Eigenschaften und Versprechungen des historischen Rotundenbildes (360°-Rundsicht und Immersion) spezifisch ins Visier; ebenso die Divergenzen, die daraus entstehen, dass ‚sehen‘ im Begriffsgebrauch von Anfang an nicht nur auf visuelle, sondern auch auf andere Erfahrungs- und Erfassungsmodi zielt. Anhand des historischen Übergangs vom Panorama zum Film wird zunächst die Kontinuität des medienvisuellen Alldarbietungs- und Immersions-Begehrens exemplarisch ausgeleuchtet. Im Anschluss werden einschlägige Antagonismen in der Panoramaforschung – namentlich in Hinblick auf die Frage, ob das Panorama die betrachtende Instanz ermächtige oder entmündige – herausgearbeitet, um die Ausgangslage für eine erweiterte Beschäftigung zu konturieren. Der abschließende Teil führt durch die Beiträge des Bandes, die das unbegrenzte Feld dessen, was Alles im Blick sein oder meinen kann, in verschiedenen Phänomen-, Epochen-, Disziplinen- oder Theorie-Sektoren beackern.