Absolutes Scheitern – absolute Resilienz? Deutungs- und Bewältigungsstrategien bei Folter und Hinrichtung
摘要
Anhand von Beispielen aus schweren Hexenjagden, in denen nach heutigem Verständnis Unschuldige eines als real gedachten Verbrechens angeklagt worden sind, wird auf verschiedenen Handlungsebenen die Verflechtung der Kategorie ‚Scheitern‘ mit der Kategorie ‚Resilienz‘ untersucht. Die Analyse bleibt eingebettet in den Kontext des frühneuzeitlichen Diskurses um Märtyrertum und Blutzeugenschaft, wobei als empirische Basis unter anderem Schreiben der Angeklagten aus dem Kerker dienen. Der Hexenprozess gegen Rebecca Lemp aus Nördlingen wird als Fallstudie herangezogen.