Das erste Anwendungsbeispiel stellt eine Werbekampagne für die Neueröffnung der Rembrandt Ausstellung im Rijksmuseum Amsterdam dar. Das berühmte Werk „Die Nachtwache“ von Rembrandt wird im täglichen Betrieb des Einkaufszentrums inszeniert: Der Alarmton eines Geschäftes ertönt und ein auf den ersten Blick als Dieb wahrgenommener Mann, der im Barockstil gekleidet ist, flüchtet aus dem Geschäft. Mehrere bewaffnete Offiziere seilen sich vom Geländer ab, um den Flüchtigen zu fassen. Die Situation ist gekennzeichnet von einer wilden Verfolgungsjagd und einer dramatischen Inszenierung der Schauspieler:innen. In diesem Anwendungsbeispiel lassen sich mehrere Perspektiven einnehmen. Mit Bezugnahme auf die Rational-Choice-Theorie wird nachfolgend auf die Perspektive der Besucher:innen, der Schauspieler:innen sowie des Unternehmens ING-DiBa AG beziehungsweise des Museums als Auftraggeber der Inszenierung eingegangen. Zu Beginn wird die Perspektive der Besucher:innen des Einkaufszentrums beleuchtet, die im Nachfolgenden durch die Gruppe der Zuschauer:innen der Inszenierung abgebildet werden.

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Die Rationalität einer Inszenierung und Kosten-Nutzen Kalküle der Beteiligten

  • Laura-Sophia Koller

摘要

Das erste Anwendungsbeispiel stellt eine Werbekampagne für die Neueröffnung der Rembrandt Ausstellung im Rijksmuseum Amsterdam dar. Das berühmte Werk „Die Nachtwache“ von Rembrandt wird im täglichen Betrieb des Einkaufszentrums inszeniert: Der Alarmton eines Geschäftes ertönt und ein auf den ersten Blick als Dieb wahrgenommener Mann, der im Barockstil gekleidet ist, flüchtet aus dem Geschäft. Mehrere bewaffnete Offiziere seilen sich vom Geländer ab, um den Flüchtigen zu fassen. Die Situation ist gekennzeichnet von einer wilden Verfolgungsjagd und einer dramatischen Inszenierung der Schauspieler:innen. In diesem Anwendungsbeispiel lassen sich mehrere Perspektiven einnehmen. Mit Bezugnahme auf die Rational-Choice-Theorie wird nachfolgend auf die Perspektive der Besucher:innen, der Schauspieler:innen sowie des Unternehmens ING-DiBa AG beziehungsweise des Museums als Auftraggeber der Inszenierung eingegangen. Zu Beginn wird die Perspektive der Besucher:innen des Einkaufszentrums beleuchtet, die im Nachfolgenden durch die Gruppe der Zuschauer:innen der Inszenierung abgebildet werden.