Bedrohungen von Journalist*innen
摘要
Gezielte Angriffe auf Journalist*innen sind Angriffe auf die Demokratie. Sie sollen kritische Stimmen zum Schweigen bringen. Reporter ohne Grenzen beobachtet die wachsende pressefeindliche Stimmung in Teilen der deutschen Gesellschaft mit Sorge. Neben Übergriffen auf Medienschaffende, insbesondere am Rande von rechtsextremen Kundgebungen, stehen viele Medienhäuser auch vor wirtschaftlichen Herausforderungen, insbesondere im ländlichen Raum. Schutz vor Überwachung und Quellenschutz sind nicht ausreichend gesichert und der Schutz gegen digitale Gewalt muss verbessert werden. Im internationalen Vergleich steht Deutschland allerdings vergleichsweise gut dar: Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Staaten, in denen die Lage der Pressefreiheit sehr ernst ist. Insbesondere in Kriegsgebieten sind Journalist*innen in höchster Gefahr. Autokratische Staaten unterdrücken sie, um kritische Berichterstattung auszuschalten. Und auch in vielen westlichen Staaten verschlechtert sich die Lage der Pressefreiheit. Daher ist es umso wichtiger, sich auch in Deutschland für den Erhalt der freien Presse einzusetzen.