Das „Kommunale Monitoring“ (KoMo) ist ein bundesweites Forschungsprojekt zur systematischen Erfassung von Hass, Hetze und Gewalt gegenüber kommunalpolitisch engagierten Amtsträger*innen. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Bedrohungslage – sichtbar etwa in der mehr als dreifachen Zunahme entsprechender Straftaten seit 2019 – zielt KoMo darauf ab, das Dunkelfeld entsprechender Anfeindungen sichtbar zu machen. Die regelmäßig durchgeführte Online-Befragung unter haupt- und ehrenamtlich tätigen (Ober-)Bürgermeister*innen und Landrät*innen dokumentiert nicht nur Art, Ort und Auswirkungen der Vorfälle, sondern ermöglicht eine evidenzbasierte Grundlage für präventive Maßnahmen auf kommunaler Ebene. KoMo versteht sich dabei nicht nur als wissenschaftliches Instrument, sondern auch als Plattform für Sichtbarkeit, Austausch und kollektive Selbstvergewisserung in einer besonders exponierten Personengruppe. Die bisherigen Erhebungen zeigen alarmierende Entwicklungen: Rund ein Drittel der kommunalpolitisch Tätigen erlebt regelmäßig Anfeindungen, und jede zehnte Amtsperson zieht in Erwägung, sich aus dem Amt zurückzuziehen. Die Ergebnisse fließen direkt in politische Handlungsempfehlungen ein – unter anderem in die Arbeit der vom Bundesinnenministerium initiierten „Allianz zum Schutz von kommunalen Amts- und Mandatsträger*innen“. Damit leistet KoMo einen zentralen Beitrag zur Stärkung der demokratischen Resilienz an der Basis unseres Gemeinwesens.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Das ‚Kommunale Monitoring‘ – Eine Plattform für Gehör und Sichtbarkeit

  • Kirsten Eberspach,
  • Sarah Bitschnau

摘要

Das „Kommunale Monitoring“ (KoMo) ist ein bundesweites Forschungsprojekt zur systematischen Erfassung von Hass, Hetze und Gewalt gegenüber kommunalpolitisch engagierten Amtsträger*innen. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Bedrohungslage – sichtbar etwa in der mehr als dreifachen Zunahme entsprechender Straftaten seit 2019 – zielt KoMo darauf ab, das Dunkelfeld entsprechender Anfeindungen sichtbar zu machen. Die regelmäßig durchgeführte Online-Befragung unter haupt- und ehrenamtlich tätigen (Ober-)Bürgermeister*innen und Landrät*innen dokumentiert nicht nur Art, Ort und Auswirkungen der Vorfälle, sondern ermöglicht eine evidenzbasierte Grundlage für präventive Maßnahmen auf kommunaler Ebene. KoMo versteht sich dabei nicht nur als wissenschaftliches Instrument, sondern auch als Plattform für Sichtbarkeit, Austausch und kollektive Selbstvergewisserung in einer besonders exponierten Personengruppe. Die bisherigen Erhebungen zeigen alarmierende Entwicklungen: Rund ein Drittel der kommunalpolitisch Tätigen erlebt regelmäßig Anfeindungen, und jede zehnte Amtsperson zieht in Erwägung, sich aus dem Amt zurückzuziehen. Die Ergebnisse fließen direkt in politische Handlungsempfehlungen ein – unter anderem in die Arbeit der vom Bundesinnenministerium initiierten „Allianz zum Schutz von kommunalen Amts- und Mandatsträger*innen“. Damit leistet KoMo einen zentralen Beitrag zur Stärkung der demokratischen Resilienz an der Basis unseres Gemeinwesens.