Der Beitrag untersucht Barrieren in der psychosozialen Versorgung von Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergrund in Deutschland und beleuchtet strukturelle sowie gesellschaftliche Herausforderungen beim Zugang zu Angeboten der Behindertenhilfe. Trotz Jahrzehnten der Migration und Deutschlands offizieller Anerkennung als Einwanderungsgesellschaft bestehen weiterhin Disparitäten in der Gesundheitsversorgung zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte. Mit einem Fokus auf die Schnittstelle von Migration und Behinderung identifiziert der Artikel sprachliche, kulturelle und institutionelle Hürden, die einen gleichberechtigten Zugang erschweren. Durch eine kritische Perspektive wird untersucht, wie exkludierende Praktiken wie das „Othering“ systemische Ungleichheiten verstärken. Die Analyse kombiniert aktuelle Forschungsergebnisse mit den beruflichen Erfahrungen der Autorin und plädiert für die Notwendigkeit einer interkulturellen Öffnung im Sozial- und Gesundheitswesen. Abschließend werden Empfehlungen zur Anpassung struktureller Rahmenbedingungen gegeben, um Inklusion, Teilhabe und Chancengleichheit betroffener Familien zu fördern.

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Barrieren in der psychosozialen Versorgung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland am Beispiel der Behindertenhilfe

  • Filiz Kutluer

摘要

Der Beitrag untersucht Barrieren in der psychosozialen Versorgung von Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergrund in Deutschland und beleuchtet strukturelle sowie gesellschaftliche Herausforderungen beim Zugang zu Angeboten der Behindertenhilfe. Trotz Jahrzehnten der Migration und Deutschlands offizieller Anerkennung als Einwanderungsgesellschaft bestehen weiterhin Disparitäten in der Gesundheitsversorgung zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte. Mit einem Fokus auf die Schnittstelle von Migration und Behinderung identifiziert der Artikel sprachliche, kulturelle und institutionelle Hürden, die einen gleichberechtigten Zugang erschweren. Durch eine kritische Perspektive wird untersucht, wie exkludierende Praktiken wie das „Othering“ systemische Ungleichheiten verstärken. Die Analyse kombiniert aktuelle Forschungsergebnisse mit den beruflichen Erfahrungen der Autorin und plädiert für die Notwendigkeit einer interkulturellen Öffnung im Sozial- und Gesundheitswesen. Abschließend werden Empfehlungen zur Anpassung struktureller Rahmenbedingungen gegeben, um Inklusion, Teilhabe und Chancengleichheit betroffener Familien zu fördern.