Der vorliegende Beitrag nimmt die Hospizarbeit in Deutschland in den Blick und beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern in hospizlichen und palliativen Versorgungseinrichtungen und -strukturen kulturalisierende Unterscheidungs- und Zuordnungsmechanismen wirkmächtig sind und die geringere Inanspruchnahme hospizlicher und palliativer Versorgung durch Menschen mit internationaler Biografie auf gesellschaftliche Exklusion und damit auf ein strukturelles Problem verweist. Mit einer rassismuskritischen und intersektionalen Perspektive werden die Differenzkategorien Kultur, Sprache und Familie in der migrationsgesellschaftlichen Hospizarbeit. Dabei wird die These formuliert, dass sich auch in der Hospizarbeit Otheringprozesse zeigen, die ihrerseits Exklusionsprozesse begünstigen. Abschließend werden Anregungen für eine rassismuskritische Hospizarbeit und weiterführende Forschungsdesiderata formuliert.

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„Die regeln das unter sich“? Rassismuskritische Perspektiven auf Hospizarbeit in der Migrationsgesellschaft

  • Ulrike Koopmann

摘要

Der vorliegende Beitrag nimmt die Hospizarbeit in Deutschland in den Blick und beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern in hospizlichen und palliativen Versorgungseinrichtungen und -strukturen kulturalisierende Unterscheidungs- und Zuordnungsmechanismen wirkmächtig sind und die geringere Inanspruchnahme hospizlicher und palliativer Versorgung durch Menschen mit internationaler Biografie auf gesellschaftliche Exklusion und damit auf ein strukturelles Problem verweist. Mit einer rassismuskritischen und intersektionalen Perspektive werden die Differenzkategorien Kultur, Sprache und Familie in der migrationsgesellschaftlichen Hospizarbeit. Dabei wird die These formuliert, dass sich auch in der Hospizarbeit Otheringprozesse zeigen, die ihrerseits Exklusionsprozesse begünstigen. Abschließend werden Anregungen für eine rassismuskritische Hospizarbeit und weiterführende Forschungsdesiderata formuliert.