Antimuslimische Einstellungen junger Menschen in Deutschland: Erkenntnisse aus einer bundesweiten Befragung
摘要
In den letzten Jahrzehnten hat die zunehmende Pluralisierung der Gesellschaft zu intensiven Debatten über kulturelle, religiöse und nationale Identitäten geführt. Studien zeigen eine Zunahme demokratiefeindlicher Einstellungen in der deutschen Gesellschaft. Insbesondere Muslim:innen und Menschen, die als solche wahrgenommen werden, sind von Vorurteilen betroffen, die durch rechtspopulistische Narrative verstärkt werden. Dabei wird auch die Bedeutung der symbolischen Macht nach Bourdieu deutlich. Bestehende Hierarchien und Stereotypen führen zu sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung von Muslim:innen. Die symbolische Gewalt manifestiert sich in rassistischen Strukturen und islamfeindlichen Demonstrationen. Dieser Beitrag präsentiert Ergebnisse einer Befragung zu antimuslimischen Einstellungen junger Menschen zwischen 16 und 27 Jahren in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass antimuslimische Einstellungen durch intensiven Kontakt mit Muslim:innen verringert werden können, insbesondere durch interethnische Freundschaften. Auf Basis der Kontakthypothese wird betont, dass freiwillige, gleichberechtigte Begegnungen in einem kooperativen Kontext Vorurteile abbauen können. Somit zeigt die Studie die Notwendigkeit auf, interkulturelle Begegnungen und Bildungsmaßnahmen zu fördern, um gegenseitiges Verständnis zu stärken. Zudem wird die Bedeutung von sicheren Räumen und Empowerment für junge Muslim:innen hervorgehoben, um ihre Partizipation und Selbstwirksamkeit zu fördern.