In diesem Aufsatz identifiziere ich drei zentrale Säulen für einen gesunden und wirksamen Umgang mit der rassistischen symbolischen Ordnung. Erstens ist das Bewusstsein für die tief verwurzelte Macht rassistischer sozialer und symbolischer Strukturen wesentlich, um eigene Grenzen und Möglichkeiten realistisch einschätzen zu können und sich vor der Illusion einer schnellen Befreiung vom Rassismus zu schützen. Zweitens betone ich die Notwendigkeit einer De-Subjektivierungs- und Gegen-Subjektivierungsarbeit der Beherrschten, die sowohl die Identitätsangebote kritisch hinterfragt als auch das partikularistische Subjekt offenlegt, das universelle Vernunft beansprucht. Drittens ist das Schaffen von Räumen für das Zuhören und authentische Sprechen zentral. Wie Spivak hervorhebt, sind Reden und Sprechen nicht identisch; entscheidend ist die selbstbestimmte Artikulation der eigenen Anliegen. Für subalterne Gruppen ist diese Selbstbestimmung kein einmaliger Akt, sondern erfordert geschützte Räume, die Zeit und Ressourcen bieten.

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Was tun gegen rassistische symbolische Gewalt?

  • Emre Arslan

摘要

In diesem Aufsatz identifiziere ich drei zentrale Säulen für einen gesunden und wirksamen Umgang mit der rassistischen symbolischen Ordnung. Erstens ist das Bewusstsein für die tief verwurzelte Macht rassistischer sozialer und symbolischer Strukturen wesentlich, um eigene Grenzen und Möglichkeiten realistisch einschätzen zu können und sich vor der Illusion einer schnellen Befreiung vom Rassismus zu schützen. Zweitens betone ich die Notwendigkeit einer De-Subjektivierungs- und Gegen-Subjektivierungsarbeit der Beherrschten, die sowohl die Identitätsangebote kritisch hinterfragt als auch das partikularistische Subjekt offenlegt, das universelle Vernunft beansprucht. Drittens ist das Schaffen von Räumen für das Zuhören und authentische Sprechen zentral. Wie Spivak hervorhebt, sind Reden und Sprechen nicht identisch; entscheidend ist die selbstbestimmte Artikulation der eigenen Anliegen. Für subalterne Gruppen ist diese Selbstbestimmung kein einmaliger Akt, sondern erfordert geschützte Räume, die Zeit und Ressourcen bieten.