Der Beitrag untersucht die Rolle von Abtönungspartikeln in der deutschen gesprochenen Sprache als subtilen Mechanismus zur (Re-)Produktion symbolischer Machtstrukturen, insbesondere im Kontext von Rassismus. Basierend auf Pierre Bourdieus Konzept der symbolischen Ordnungen analysiert der Text, wie sprachliche Elemente wie „ja“, „doch“ und „eben“ als epistemische Markierungen fungieren, die stillschweigende Wissensbestände und gesellschaftlich geteilte Normen ankündigen. Diese Partikeln tragen zur Verteilung von Macht in Gesprächssituationen bei, indem sie implizite Annahmen und Konsense vermitteln, die die soziale Ordnung aufrechterhalten. Der erste Teil des Beitrags beleuchtet die funktional-pragmatische Bedeutung dieser Partikeln und ihre Rolle als „Wissensmarkierer“. Anschließend wird die methodische Herangehensweise der Studie, die im Wesentlichen auf problemzentrierten Interviews und der Grounded Theory basiert, erläutert. Der dritte Teil präsentiert eine rassismuskritische Analyse von Gesprächsausschnitten, die zeigt, wie Abtönungspartikeln zur Verfestigung rassistischer Diskurse beitragen. Durch diese Analyse wird verdeutlicht, wie tief verankerte kolonial-rassistische Wissensstrukturen in alltäglichen Sprachhandlungen aktualisiert und perpetuiert werden. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer kritischen Sprachbewusstheit, um die subtile Wirkmächtigkeit sprachlicher Mittel im Kontext sozialer Ungleichheit zu erkennen und zu hinterfragen.

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Sprache und symbolische Herrschaft: Die Bedeutung der Abtönungspartikeln im Rassismus als System

  • Monique Ritter

摘要

Der Beitrag untersucht die Rolle von Abtönungspartikeln in der deutschen gesprochenen Sprache als subtilen Mechanismus zur (Re-)Produktion symbolischer Machtstrukturen, insbesondere im Kontext von Rassismus. Basierend auf Pierre Bourdieus Konzept der symbolischen Ordnungen analysiert der Text, wie sprachliche Elemente wie „ja“, „doch“ und „eben“ als epistemische Markierungen fungieren, die stillschweigende Wissensbestände und gesellschaftlich geteilte Normen ankündigen. Diese Partikeln tragen zur Verteilung von Macht in Gesprächssituationen bei, indem sie implizite Annahmen und Konsense vermitteln, die die soziale Ordnung aufrechterhalten. Der erste Teil des Beitrags beleuchtet die funktional-pragmatische Bedeutung dieser Partikeln und ihre Rolle als „Wissensmarkierer“. Anschließend wird die methodische Herangehensweise der Studie, die im Wesentlichen auf problemzentrierten Interviews und der Grounded Theory basiert, erläutert. Der dritte Teil präsentiert eine rassismuskritische Analyse von Gesprächsausschnitten, die zeigt, wie Abtönungspartikeln zur Verfestigung rassistischer Diskurse beitragen. Durch diese Analyse wird verdeutlicht, wie tief verankerte kolonial-rassistische Wissensstrukturen in alltäglichen Sprachhandlungen aktualisiert und perpetuiert werden. Die Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit einer kritischen Sprachbewusstheit, um die subtile Wirkmächtigkeit sprachlicher Mittel im Kontext sozialer Ungleichheit zu erkennen und zu hinterfragen.