Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Produktion und Reproduktion von Rassismus im Medienfeld anhand des Feldkonzepts von Pierre Bourdieu. Bourdieu definiert ein Feld als sozialen Raum, in dem zwischen den Mitgliedern der Gesellschaft mit ihren dauerhaften Dispositionen fortlaufend Aktionen und Reaktionen stattfinden. Analysiert wird, wie verschiedene Medienformate (Printmedien, Fernsehen, Online-Medien) zur Produktion und Reproduktion rassistischer Diskurse beitragen. Untersucht wird, welche Mechanismen und Narrative zur Verbreitung rassistischer Stereotype verwendet werden und wie Bourdieus theoretisches Konzept des Medienfeldes dabei angewendet werden kann. Die Ergebnisse der untersuchten Studien zeigen, dass die Medien ein privilegierter Mikrokosmos sind, der nach eigenen Regeln und Gesetzen funktioniert und für bestimmte soziale Akteure schwer zugänglich ist. Der Anteil von Medienexperten mit Migrationshintergrund in Deutschland ist gering. Die Studien belegen, dass die Berichterstattung über Migrant:innen oft von negativen Stereotypen geprägt ist, insbesondere in Kriminalitätsnachrichten, obwohl statistische Daten eine geringere Beteiligung an Straftaten zeigen. In den deutschsprachigen Medien werden Themen wie Migration, Asyl und Flucht meist im Kontext ihrer Auswirkungen auf Deutschland und den damit verbundenen Problemen behandelt, ohne wissenschaftliche, datenbasierte, historische, sozioökonomische und sozialpolitische Phänomene ausreichend zu berücksichtigen. Es hat sich gezeigt, dass die Medien Migranten und Flüchtlinge häufig als unbestimmte Masse darstellen. Die in dieser Arbeit untersuchten Aspekte verdeutlichen, dass das Medienfeld eine bedeutende Rolle bei der Produktion und Reproduktion von Rassismus in der gesellschaftlichen Struktur spielt.

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Das Feld der Medien: Produktion und Reproduktion von Rassismus in einem privilegierten Mikrokosmos

  • Ayhan Özgül

摘要

Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich mit der Produktion und Reproduktion von Rassismus im Medienfeld anhand des Feldkonzepts von Pierre Bourdieu. Bourdieu definiert ein Feld als sozialen Raum, in dem zwischen den Mitgliedern der Gesellschaft mit ihren dauerhaften Dispositionen fortlaufend Aktionen und Reaktionen stattfinden. Analysiert wird, wie verschiedene Medienformate (Printmedien, Fernsehen, Online-Medien) zur Produktion und Reproduktion rassistischer Diskurse beitragen. Untersucht wird, welche Mechanismen und Narrative zur Verbreitung rassistischer Stereotype verwendet werden und wie Bourdieus theoretisches Konzept des Medienfeldes dabei angewendet werden kann. Die Ergebnisse der untersuchten Studien zeigen, dass die Medien ein privilegierter Mikrokosmos sind, der nach eigenen Regeln und Gesetzen funktioniert und für bestimmte soziale Akteure schwer zugänglich ist. Der Anteil von Medienexperten mit Migrationshintergrund in Deutschland ist gering. Die Studien belegen, dass die Berichterstattung über Migrant:innen oft von negativen Stereotypen geprägt ist, insbesondere in Kriminalitätsnachrichten, obwohl statistische Daten eine geringere Beteiligung an Straftaten zeigen. In den deutschsprachigen Medien werden Themen wie Migration, Asyl und Flucht meist im Kontext ihrer Auswirkungen auf Deutschland und den damit verbundenen Problemen behandelt, ohne wissenschaftliche, datenbasierte, historische, sozioökonomische und sozialpolitische Phänomene ausreichend zu berücksichtigen. Es hat sich gezeigt, dass die Medien Migranten und Flüchtlinge häufig als unbestimmte Masse darstellen. Die in dieser Arbeit untersuchten Aspekte verdeutlichen, dass das Medienfeld eine bedeutende Rolle bei der Produktion und Reproduktion von Rassismus in der gesellschaftlichen Struktur spielt.