„Die Kunst des Wollens hat schon immer die Geister beschäftigt“ (Lindworsky 1932, S. 1). In der Psychologie wurden im 20. Jahrhundert Wille und Wollen aber zeitweise völlig ausgeklammert. Schon Lindworsky gibt jedoch ein charakteristisches Beispiel dafür, warum es gemäß der subjektiven Erfahrung ohne Wollen oder Wille nicht geht: „Wenn ich mir vornehme, einen Brief zu schreiben, wenn ich mir diesen Entschluß nur mühsam abringe und ihn endlich in die Tat umsetze“ (Lindworsky 1932, S. 4). In der modernen Psychologie wird Wollen und Wille unter dem Begriff Selbstregulation thematisiert. Selbstregulation setzt den Zugang zum eigenen Selbst voraus. Das Selbst umfasst die Gesamtheit der Überzeugungen, Einstellungen und Werte einer Person. Demgemäß ist moralisches Handeln mit dem Konzept der Selbstregulation verbunden.

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Wille aus psychologischer Sicht

  • Jürgen Beckmann,
  • Eva Kuhn

摘要

„Die Kunst des Wollens hat schon immer die Geister beschäftigt“ (Lindworsky 1932, S. 1). In der Psychologie wurden im 20. Jahrhundert Wille und Wollen aber zeitweise völlig ausgeklammert. Schon Lindworsky gibt jedoch ein charakteristisches Beispiel dafür, warum es gemäß der subjektiven Erfahrung ohne Wollen oder Wille nicht geht: „Wenn ich mir vornehme, einen Brief zu schreiben, wenn ich mir diesen Entschluß nur mühsam abringe und ihn endlich in die Tat umsetze“ (Lindworsky 1932, S. 4). In der modernen Psychologie wird Wollen und Wille unter dem Begriff Selbstregulation thematisiert. Selbstregulation setzt den Zugang zum eigenen Selbst voraus. Das Selbst umfasst die Gesamtheit der Überzeugungen, Einstellungen und Werte einer Person. Demgemäß ist moralisches Handeln mit dem Konzept der Selbstregulation verbunden.