Soziale Arbeit und Staat im Kapitalismus
摘要
Da sich die These von der Nicht-Komptabilität beider Konzepte bestätigt hat, wird im Weiteren nach den Folgen dieser Konzeptkonkurrenz gefragt. Dabei wird die spezielle Frage nach den Folgen des Einflusses des neoliberalen Konzeptes in eine komplexere Prüfung der Folgen der Neoliberalisierung insgesamt eingebunden, die mehr umfassen als nur die Ergebnisse dieses einen Einflussfaktors. Der Staat sieht die Soziale Arbeit als einen Teil seiner Sozialpolitik und nutzt seinen Einfluss als Staatsmacht. Zu unterscheiden sind verschiedene Einflussebenen. Zum ersten kann er seine Staatsmacht über die Festsetzung von Rahmenbedingungen durchsetzen, die für die Soziale Arbeit verbindlich sind: u. a. geschieht dies über Gesetze und Richtlinien, über die Festlegung der finanziellen Zuwendungen und zum Beispiel auch über die Definition dessen, was als „Fall“ für Soziale Arbeit gelten kann. Dazu gehören auch die Festlegung der Verfahren zur Finanzierung und Steuerung der finanziellen Ausstattung und die Tariffestlegungen. Außerdem hat er über sein staatliches Mandat und durch die Anwendung seines neoliberalen Konzeptes Sozialer Arbeit (vgl. Kap. 4) auch direkten inhaltlichen Einfluss auf die Ziele und Arbeitsweisen der Sozialen Arbeit selbst. Um diese Beeinflussungsprozesse insgesamt und auch in ihren inneren Zusammenhängen verstehen und nachvollziehen zu können, ist es sinnvoll, zunächst das grundsätzliche Verhältnis kapitalistischer Staaten zur Sozialen Arbeit näher zu betrachten. Mit den beiden am Ende des Kapitels erläuterten Beispielen - Postfordismus und Neoliberalismus - werden die möglichen Unterschiede in der Ausprägung dieses Verhältnisses deutlich.