Der ausgebremste Widerstand der Praxis
摘要
Es werden zwei Grundvoraussetzungen hergeleitet, die geeignet sein könnten, die Gleichgültigkeit und Apathie gegenüber der neoliberalen Transformation zurückzudrängen und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung und zum Widerstand zu fördern: Es müsste gelingen, den PraktikerInnen unmissverständlich zu vermitteln, dass die beiden Konzepte sehr wohl widersprüchlich sind und das neoliberale Konzept mit seinem ökonomischen Menschenbild weit davon entfernt ist, eine Soziale Arbeit zu verwirklichen, die den Menschen dient. Des Weiteren wäre es wichtig, dass etwas geschieht, das den PraktikerInnen die „moralische Desensibilisierung“ erschwert bzw. ihnen klar macht, dass menschliches, solidarisches Verhalten gegenüber der Klientel weder unprofessionell noch sozialromantisch ist und sie wieder beginnen, ihren eigenen Gefühlen und Werten zu vertrauen. Die Aufgabe, diese Botschaften an die Praxis zu richten und entsprechende konzeptionelle Klarheiten zu schaffen, wird der kritischen Disziplin zugeordnet. Dabei wird der Lehre eine entscheidende Rolle zugewiesen: Es wäre notwendig, zusammen mit den Studierenden eine Auseinandersetzung mit den beiden unterschiedlichen Konzepten Sozialer Arbeit zu führen, sie über die wirklichen Folgen der Neoliberalisierung aufzuklären und mit ihnen zusammen auch Widerstandsmöglichkeiten für die zukünftige Praxis zu entwickeln.