Die Wertschätzung der Menschlichen Intelligenz (MI) sinkt in Zeiten des Aufstiegs der künstlichen Konkurrenz unverständlicherweise dramatisch, obwohl beide Seiten ihre Stärken kombinieren könnten. Wer meint in einem Tool das Allheilmittel sehen zu müssen, der sollte auch daran denken, dass ein Tool lediglich ein Werkzeug ist, welches von einer MI für einen vorher (unterschiedlich sinnvoll definierten) Zweckkorridor entwickelt wurde. Die Sinnhaftigkeit dieses Zweckkorridors wird von den MIs, welche mit diesen Tools arbeiten dürfen/müssen, auf die Probe gestellt. Lean Management und Design Thinking sind diesbezüglich populäre Lösungsansätze und somit offenkundige Zeugnisse, dass die sinnvolle Zweckdefinition nicht immer optimal durchgeführt wurde und man Lösungen anstrebt, welche im Kern lediglich die Frage nach einem Bottom-Up-Prozess stellen. Ob dieser Prozess Pain Points erfragt oder kontinuierlicher Verbesserungsprozess genannt wird ist unerheblich – die Blickrichtung ist wichtig. Es sind beides menschenzentrierte Lösungsansätze, die den zum Scheitern verurteilten Ansatz des „Menschen entwickeln Lösungen für Prozesse“ übertrumpfen, indem sie „Menschen entwickeln Werkzeuge für Menschen“ anbieten. Die Schwächen der Werkzeuge liegen somit im Designprozess selbst und in der fixen Zielsetzung. Die Stärken der MI liegen in ihrer Flexibilität und dem komplexen Erfahrungsschatz. Beispielsweise sollen erfahrene MIs mit Meisterbrief und jahrzehntelanger Erfahrung alleine am Klang einer Maschine gute Vorhersagen über deren Zustand treffen können. Und eine MI benötigt kein Softwareupdate bei der Anschaffung einer (grundsätzlich sehr ähnlichen) neuen Maschine, weil die Mensch-Maschine-Schnittstellen Augen, Ohren, Hände und Verstand äußerst adaptiv sind. Die MI kommt ebenfalls ohne Internet problemlos mit Papierstau klar. Kann Ihre KI sich ebenfalls derart flexibel anpassen? Natürlich freut sich eine MI über Werkzeuge, aber nur wenn diese ihr wirklich helfen. Vertrauen Sie Ihrer MI. Hören Sie auf Ihre MI. Unterstützen Sie Ihre MI mit dem Werkzeug, welches sie für eine bessere Predictive Maintenance wirklich benötigt.

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Predictive Maintenance: Industrie 5.0 – Die Rückkehr der MI

  • Thorsten Zimprich

摘要

Die Wertschätzung der Menschlichen Intelligenz (MI) sinkt in Zeiten des Aufstiegs der künstlichen Konkurrenz unverständlicherweise dramatisch, obwohl beide Seiten ihre Stärken kombinieren könnten. Wer meint in einem Tool das Allheilmittel sehen zu müssen, der sollte auch daran denken, dass ein Tool lediglich ein Werkzeug ist, welches von einer MI für einen vorher (unterschiedlich sinnvoll definierten) Zweckkorridor entwickelt wurde. Die Sinnhaftigkeit dieses Zweckkorridors wird von den MIs, welche mit diesen Tools arbeiten dürfen/müssen, auf die Probe gestellt. Lean Management und Design Thinking sind diesbezüglich populäre Lösungsansätze und somit offenkundige Zeugnisse, dass die sinnvolle Zweckdefinition nicht immer optimal durchgeführt wurde und man Lösungen anstrebt, welche im Kern lediglich die Frage nach einem Bottom-Up-Prozess stellen. Ob dieser Prozess Pain Points erfragt oder kontinuierlicher Verbesserungsprozess genannt wird ist unerheblich – die Blickrichtung ist wichtig. Es sind beides menschenzentrierte Lösungsansätze, die den zum Scheitern verurteilten Ansatz des „Menschen entwickeln Lösungen für Prozesse“ übertrumpfen, indem sie „Menschen entwickeln Werkzeuge für Menschen“ anbieten. Die Schwächen der Werkzeuge liegen somit im Designprozess selbst und in der fixen Zielsetzung. Die Stärken der MI liegen in ihrer Flexibilität und dem komplexen Erfahrungsschatz. Beispielsweise sollen erfahrene MIs mit Meisterbrief und jahrzehntelanger Erfahrung alleine am Klang einer Maschine gute Vorhersagen über deren Zustand treffen können. Und eine MI benötigt kein Softwareupdate bei der Anschaffung einer (grundsätzlich sehr ähnlichen) neuen Maschine, weil die Mensch-Maschine-Schnittstellen Augen, Ohren, Hände und Verstand äußerst adaptiv sind. Die MI kommt ebenfalls ohne Internet problemlos mit Papierstau klar. Kann Ihre KI sich ebenfalls derart flexibel anpassen? Natürlich freut sich eine MI über Werkzeuge, aber nur wenn diese ihr wirklich helfen. Vertrauen Sie Ihrer MI. Hören Sie auf Ihre MI. Unterstützen Sie Ihre MI mit dem Werkzeug, welches sie für eine bessere Predictive Maintenance wirklich benötigt.