„Allen gerecht werden“ – Hohe Erwartungen in kleiner Gemeinschaft
摘要
Die im Kapitel 14 dargelegte Fallstudie untersucht intergenerationale Beziehungen und die Folgen eines Generationenwechsels in einem Sportvereinsvorstand. Die Vorgänger- und Nachfolgegeneration orientieren ihr Handeln an den Interessen der Vereinsmitglieder. Doch beide Gruppen nehmen Entfremdungsprozesse wahr. Ihr handlungspraktisches Wissen ist durch historische Zeiten und Entwicklungsphasen des Vereins geprägt. In der intergenerationalen Praxis zeigen sich differente Führungs- und Medienpraxiskulturen. Zudem teilen sie Erfahrungen des körperlichen Alterns nicht. Insgesamt erschweren die generationenspezifischen Erfahrungen eine (An)Erkennung des Engagements der jeweils anderen Generation. Im Zuge des Generationenwechsels kommt es einerseits zum Verlust von identitätsstiftenden historischen Wissensbeständen und andererseits zur Innovation von Kommunikationsstrukturen und zu (Neu)Verhandlungen von Rollen. Es werden inter- und intragenerationale Anerkennungskämpfe sichtbar, in denen die Etablierten ihre Orientierungen geltend machen bzw. durchsetzen. Die Ergebnisse zeigen, wie die Integration neuer Vorstandsmitglieder Innovationsprozesse auslösen kann, die allerdings auf Widerstände treffen. Eine (Dorf)Vereinsöffentlichkeit dient als Sanktionsinstanz.