Überzeitlicher Charakter und politisches Grundverständnis der Inneren Führung
摘要
Der vorliegende Artikel unter dem weitgefassten Rahmen seiner Überschrift „Überzeitlicher Charakter und politisches Grundverständnis der Inneren Führung“ stammt aus der Feder eines bis vor einem Jahr noch aktiven Stabsoffiziers (TSK Luftwaffe), der berufliche Freude hatte als Angehöriger der „Allgemeinen Verwendungsreihe Militärgeschichte“ alle Verwendungen zu durchlaufen, die ein Militärhistoriker der Bundeswehr durchlaufen kann. Die Ausführungen verstehen sich bewusst als prononcierter Meinungsbeitrag eines Verfassers, der seine Sorge über den sicherheitspolitischen Weg der Bundesrepublik Deutschland artikuliert. Es ist die Sicht eines deutschen Europäers und Transatlantikers, der die Innere Führung als elementaren und daher unverzichtbaren Kern deutschen Militärwesens seit Ende des Zweiten Weltkrieges begreift. Die Innere Führung und damit die Bundeswehr sind zu wertvoll als dass sie von Gesellschaft und Politik vernachlässigt werden dürfen. Die Innere Führung als eine Art militärische Sozialpolitik zu begreifen, würde freilich deren Kern nicht richtig erfassen. Sie ist in gelebter Form, das heißt als verinnerlichte Größe mit ideeller Dimension und praktischer Verortung im Gesamtorganismus „Bundeswehr“ der Beleg dafür, dass Deutschland als Teil der demokratischen Welt des Westens nicht auf Irrwege gerät, die hin zu den Feinden bürgerlicher Freiheit führen. Nicht allein die Soldaten (m/w/d) sondern alle Angehörigen der Bundeswehr sollten sich dessen bewusst sein, auf dieser Basis ein Patriotismus gedeihen kann, der integrierend wirkt und der Verantwortung Deutschlands für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie gerecht wird. Dies allerdings bedarf immer der personellen, materiellen und – eben – ideellen Fundierung in einer pluralistischen Gesellschaft, die sich im freiheitlichen Grundkonsens einig ist.