Ausgangspunkt: Subjektive Lebensqualität durch Einflussnahme
摘要
Einflussnahme in Sozialbeziehungen hat ihren Ausgangspunkt in der Feststellung, dass die eigene subjektive Lebensqualität sowie die anderer Menschen nicht hinreichend realisiert wird. Ob die Realisierung subjektiver Lebensqualität beeinträchtigt wird, wird mit den Mitteln der sozialen Widerspiegelung überprüft. Die Erfassung von subjektiver Lebensqualität verlangt komplexe Leistungen der sozialen Widerspiegelung: Welche subjektive Lebensqualität andere Menschen zu realisieren trachten, mit denen man in gemeinsamen Sozialbeziehungen steht, und wieweit ihnen das gelingt, ist nur über differenzierte Widerspiegelungsprozesse abzuklären. Unerlässlich für die Verankerung von Einflussnahme ist das Bemühen um Intersubjektivität: Eigene Anstrengungen und Anstrengungen anderer Menschen kommen so zu einem Ergänzungsverhältnis. Beidseitige Bemühungen sind erforderlich, um Intersubjektivität zu ermöglichen: Ein Mensch allein kann, trotz allen Bemühens, keine Intersubjektivität erreichen. Nur über Intersubjektivität kann man eine Verbindung zu Subjektivitäten anderer Menschen herstellen, was als Ausgangspunkt von Einflussnahme unerlässlich ist. Einflussnahme muss eine Bezugsgröße konturieren, auf die sie sich bezieht. Diese Bezugsgröße ist als ein sozial Ganzes zu bezeichnen. Die Festlegung dessen, was zum sozial Ganzen gehört und gehören muss, ist nur gemeinsam-solidarisch möglich. Damit ist wiederum die Herstellung von Intersubjektivität notwendig: Es müssen auch die Belange anderer Menschen in die Bildung des sozial Ganzen eingebunden werden.