Der Sammelbandbeitrag basiert auf einer vorherigen Publikation zum gestellten Thema, Vgl. Kaiser, The Gender-Career Estimation Gap, welcher mit freundlicher Genehmigung des Springer-Verlages als Grundlage für eine substantielle Überarbeitung und Ergänzung genutzt werden konnte, um in den Sammelband anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Instituts für Personal und Management (IPM) einzufließen. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob unterschiedliche berufliche Erwartungen bei Frauen und Männern vorliegen und inwiefern diese eine Bedeutung für die (Un-)Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt haben könnten. Der Beitrag beschreibt zunächst theoretisch-konzeptionelle Perspektiven dieser aufgeworfenen Fragestellung anhand von verschiedenen arbeitsmarktrelevanten Gender Gaps und setzt im Weiteren den Fokus auf den Öffentlichen Dienst. Die empirische Herangehensweise anhand kommunaler Daten lässt den Schluss zu, dass dort zwischen Frauen und Männern signifikante Unterschiede bei den beruflichen Erwartungen im Öffentlichen Dienst existent sind. Frauen hegen demnach relativ geringe berufliche Erwartungen im Vergleich zur Ein-schätzung der beruflichen Erwartungen von Frauen durch Männer. Auf der anderen Seite bewerten Frauen die beruflichen Erwartungen von Männern im Vergleich zu deren Selbsteinschätzung als wesentlich weniger schlecht. Diese Aussagen gelten insbesondere für die Aspekte der Aufstiegschancen und der Erwartung, eine Führungsposition einzunehmen. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Artikel verschiedene präventive und reaktive Instrumente, welche für eine Angleichung der Start- und Prozesschancen von Frauen und Männern implementiert werden können.

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(Un-)Gleichstellungsimplikationen differenter beruflicher Erwartungen für den Öffentlichen Dienst

  • Lutz C. Kaiser

摘要

Der Sammelbandbeitrag basiert auf einer vorherigen Publikation zum gestellten Thema, Vgl. Kaiser, The Gender-Career Estimation Gap, welcher mit freundlicher Genehmigung des Springer-Verlages als Grundlage für eine substantielle Überarbeitung und Ergänzung genutzt werden konnte, um in den Sammelband anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Instituts für Personal und Management (IPM) einzufließen. Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, ob unterschiedliche berufliche Erwartungen bei Frauen und Männern vorliegen und inwiefern diese eine Bedeutung für die (Un-)Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt haben könnten. Der Beitrag beschreibt zunächst theoretisch-konzeptionelle Perspektiven dieser aufgeworfenen Fragestellung anhand von verschiedenen arbeitsmarktrelevanten Gender Gaps und setzt im Weiteren den Fokus auf den Öffentlichen Dienst. Die empirische Herangehensweise anhand kommunaler Daten lässt den Schluss zu, dass dort zwischen Frauen und Männern signifikante Unterschiede bei den beruflichen Erwartungen im Öffentlichen Dienst existent sind. Frauen hegen demnach relativ geringe berufliche Erwartungen im Vergleich zur Ein-schätzung der beruflichen Erwartungen von Frauen durch Männer. Auf der anderen Seite bewerten Frauen die beruflichen Erwartungen von Männern im Vergleich zu deren Selbsteinschätzung als wesentlich weniger schlecht. Diese Aussagen gelten insbesondere für die Aspekte der Aufstiegschancen und der Erwartung, eine Führungsposition einzunehmen. Vor diesem Hintergrund diskutiert der Artikel verschiedene präventive und reaktive Instrumente, welche für eine Angleichung der Start- und Prozesschancen von Frauen und Männern implementiert werden können.