Personalarbeit hat eine lange Tradition und ist lange Zeit auch ohne die Institution Personalabteilung gelungen. Personalarbeit ist die Arbeit mit den Menschen im Betrieb und die Gestaltung der Rahmenbedingungen (Remer und Wunderer im Personalarbeit und Personalleiter im Großunternehmen. Ein Forschungsbericht, Duncker & Humblot, Berlin, S. 9, 1979). Bereits in der Antike, im Mittelalter und in der ersten industriellen Revolution praktizierte man wie selbstverständlich Personalarbeit. In der Antike lag die Personalarbeit in den Händen der Baumeister, im Mittelalter waren es die Zünfte, die Handwerksbetriebe oder die Adelsfamilien, die Personalarbeit für sich beanspruchten. In der ersten industriellen Revolution übernahmen die Fabrikbesitzer oder deren Aufseher die Personalarbeit. Sie legten die Arbeitsbedingungen fest und entschieden über Einstellungen und Entlassungen der FabrikarbeiterInnen. In der zweiten industriellen Revolution änderte sich diese Vorgehensweise wenig. Allerdings nahm die Personalarbeit strukturelle Formen an. Größere Betriebe führten Sozialleistungen ein, als Ausgleich für die schlechten Arbeitsbedingungen, aber auch um Gewerkschaften aus den Firmen fernzuhalten. In den Nachkriegsjahren bis hin zur dritten industriellen Revolution durchlief die Personalarbeit viele Phasen. Einmal war es die betriebliche Partnerschaft, das „Wir“ Gefühl, das Unternehmen erreichen wollten, dann war es der Human-Relation-Ansatz gefolgt vom Human-Ressource-Modell und die Einführung verschiedener Management-Systeme zur Steigerung von Effizienz und Produktivität. Personalarbeit ist daher kein Selbstzweck, sondern unterliegt dem unternehmerischen Ziel. Dabei ist zu berücksichtigen, dass unterschiedliche Determinanten die Personalarbeit beeinflussen. Die Personalabteilung übernahm zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts einen Teil der Personalarbeit, als durch den technischen Fortschritt diese vom Unternehmer selbst nicht mehr gehändelt werden konnte. Erst viele Jahre später schaffte es die Personalabteilung durch bestimmte Zwänge zu einer eigenständigen und selbstständigen Institution aufzusteigen zum Leidwesen der Linienverantwortlichen.

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Keine Zukunft ohne Herkunft

  • Doris Dull,
  • Ulrich L. Zischewski

摘要

Personalarbeit hat eine lange Tradition und ist lange Zeit auch ohne die Institution Personalabteilung gelungen. Personalarbeit ist die Arbeit mit den Menschen im Betrieb und die Gestaltung der Rahmenbedingungen (Remer und Wunderer im Personalarbeit und Personalleiter im Großunternehmen. Ein Forschungsbericht, Duncker & Humblot, Berlin, S. 9, 1979). Bereits in der Antike, im Mittelalter und in der ersten industriellen Revolution praktizierte man wie selbstverständlich Personalarbeit. In der Antike lag die Personalarbeit in den Händen der Baumeister, im Mittelalter waren es die Zünfte, die Handwerksbetriebe oder die Adelsfamilien, die Personalarbeit für sich beanspruchten. In der ersten industriellen Revolution übernahmen die Fabrikbesitzer oder deren Aufseher die Personalarbeit. Sie legten die Arbeitsbedingungen fest und entschieden über Einstellungen und Entlassungen der FabrikarbeiterInnen. In der zweiten industriellen Revolution änderte sich diese Vorgehensweise wenig. Allerdings nahm die Personalarbeit strukturelle Formen an. Größere Betriebe führten Sozialleistungen ein, als Ausgleich für die schlechten Arbeitsbedingungen, aber auch um Gewerkschaften aus den Firmen fernzuhalten. In den Nachkriegsjahren bis hin zur dritten industriellen Revolution durchlief die Personalarbeit viele Phasen. Einmal war es die betriebliche Partnerschaft, das „Wir“ Gefühl, das Unternehmen erreichen wollten, dann war es der Human-Relation-Ansatz gefolgt vom Human-Ressource-Modell und die Einführung verschiedener Management-Systeme zur Steigerung von Effizienz und Produktivität. Personalarbeit ist daher kein Selbstzweck, sondern unterliegt dem unternehmerischen Ziel. Dabei ist zu berücksichtigen, dass unterschiedliche Determinanten die Personalarbeit beeinflussen. Die Personalabteilung übernahm zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts einen Teil der Personalarbeit, als durch den technischen Fortschritt diese vom Unternehmer selbst nicht mehr gehändelt werden konnte. Erst viele Jahre später schaffte es die Personalabteilung durch bestimmte Zwänge zu einer eigenständigen und selbstständigen Institution aufzusteigen zum Leidwesen der Linienverantwortlichen.