Die Integration von Geschlechtlichkeit und Sexualität als zentraler Gegenstand der Arbeit kann nur verstanden werden, wenn die adoleszente Entwicklung nicht primär als endogener Prozess begriffen wird, sondern im Rahmen eines handlungstheoretischen Paradigmas, wie dies von Lechner und Silbereisen (2015) und Silbereisen und Noack (2003) und im Gefolge dieser, von Fend (2005) angenommen wird. Die handlungstheoretische Lesart geht davon aus, dass sich der Jugendliche mit Eintritt der Pubertät in eine Auseinandersetzung gestellt sieht, die spannungsvoll durch die eigene Entwicklung und die Wahrnehmung der Umwelt aufgeladen wird und die er durch eigenes Handeln zu bewältigen sucht. Eine solche Auseinandersetzung wird nicht nur von der handlungspsychologisch orientierten Entwicklungspsychologie nachgezeichnet, sondern sie wir auch in der soziologisch orientierten Literatur zum Jugendalter angenommen (vgl. Bründel und Hurrelmann, 2021; Flaake, 2019, 2011; Hurrelmann und Quenzel, 2013; King, 2004; King et al., 2005; Winter und Neubauer, 2005).

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Die Integration von Geschlechtlichkeit und Sexualität

  • Markus Hoffmann

摘要

Die Integration von Geschlechtlichkeit und Sexualität als zentraler Gegenstand der Arbeit kann nur verstanden werden, wenn die adoleszente Entwicklung nicht primär als endogener Prozess begriffen wird, sondern im Rahmen eines handlungstheoretischen Paradigmas, wie dies von Lechner und Silbereisen (2015) und Silbereisen und Noack (2003) und im Gefolge dieser, von Fend (2005) angenommen wird. Die handlungstheoretische Lesart geht davon aus, dass sich der Jugendliche mit Eintritt der Pubertät in eine Auseinandersetzung gestellt sieht, die spannungsvoll durch die eigene Entwicklung und die Wahrnehmung der Umwelt aufgeladen wird und die er durch eigenes Handeln zu bewältigen sucht. Eine solche Auseinandersetzung wird nicht nur von der handlungspsychologisch orientierten Entwicklungspsychologie nachgezeichnet, sondern sie wir auch in der soziologisch orientierten Literatur zum Jugendalter angenommen (vgl. Bründel und Hurrelmann, 2021; Flaake, 2019, 2011; Hurrelmann und Quenzel, 2013; King, 2004; King et al., 2005; Winter und Neubauer, 2005).