Auditory Display ist ein etablierter Begriff in der medienwissenschaftlichen Forschung. Der Artikel geht dem Konzept und dessen Erweiterungen innerhalb der International Community for Auditory Display (ICAD) nach und erarbeitet Verknüpfungen zum Konzept des Interface. Unter medienpraxeologischer Perspektive geraten Interface- wie Displayeigenschaften an Prozessschwellen innerhalb von Operationsketten in den Blick und werden als neuralgische Integrations- und Interaktionspunkte nachgewiesen. Am Beispiel der raumakustischen Simulationspraxis wird der analytische Mehrwert verdeutlicht, den eine Integration aller Prozessartefakte in die Untersuchung hat – gegenüber der Fokussierung auf das klingende Simulationsergebnis. Diese als Interfacedisplays wirksamen Prozessschwellen werden mithilfe des Begriffs des Sonischen als verzahnte Instanzen einer geteilten raumakustischen Medienepistemologie des Klanglichen greifbar, indem deren aktuale Perzeptualisierung zugunsten eines erweiterten Klangbegriffs, der verschiedenste Aggregatzustände klanglicher Präsentation umfasst, in den Hintergrund tritt.

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Schnittstellen-Hören. Auditory Display, Interfacedisplay und Sonic Display. Eine medienpraktische Verknüpfung

  • Sebastian Schwesinger

摘要

Auditory Display ist ein etablierter Begriff in der medienwissenschaftlichen Forschung. Der Artikel geht dem Konzept und dessen Erweiterungen innerhalb der International Community for Auditory Display (ICAD) nach und erarbeitet Verknüpfungen zum Konzept des Interface. Unter medienpraxeologischer Perspektive geraten Interface- wie Displayeigenschaften an Prozessschwellen innerhalb von Operationsketten in den Blick und werden als neuralgische Integrations- und Interaktionspunkte nachgewiesen. Am Beispiel der raumakustischen Simulationspraxis wird der analytische Mehrwert verdeutlicht, den eine Integration aller Prozessartefakte in die Untersuchung hat – gegenüber der Fokussierung auf das klingende Simulationsergebnis. Diese als Interfacedisplays wirksamen Prozessschwellen werden mithilfe des Begriffs des Sonischen als verzahnte Instanzen einer geteilten raumakustischen Medienepistemologie des Klanglichen greifbar, indem deren aktuale Perzeptualisierung zugunsten eines erweiterten Klangbegriffs, der verschiedenste Aggregatzustände klanglicher Präsentation umfasst, in den Hintergrund tritt.