Der Beitrag kartiert, welche medien- und kulturwissenschaftlichen Fragen rezente und emergente, aber auch historische Technologien und Praktiken akustischer Schnittstellen für die Interface- und Dis/Ability-Forschung evozieren und was sie aus Perspektive der Sound Studies charakterisiert. Als Einleitung zum ersten deutschsprachigen Band, der akustische Interfaces als eigenständiges Sujet und medienkulturwissenschaftliches Forschungsfeld identifiziert und problematisiert, wird aufgezeigt, welche medienökologischen Dimensionen auditorische Schnittstellen haben, als Teil welcher Daten- und Prozesslogistiken sie fungieren, welchen Designparadigmen und welchen historischen und epistemischen Trajektorien sie folgen. Nicht zuletzt werfen die aktuelle Ubiquität miniaturisierter Smart Speaker und die verbale Komponente diverser Large Language Models eine Reihe von Fragen für unsere mediale Lage auf. Was sind akustische Interfaces und als Teil welcher Geschichten werden sie analysier- und rekonstruierbar? Welche Politiken, Ökologien und Umweltlichkeiten materialisieren sich in akustischen Interfaces? Was verbinden sie miteinander, was trennen sie voneinander? Welche Relationen ermöglichen akustische Interfaces und wie formatieren und limitieren sie diese? Wie werden akustische Schnittstellen ausgestaltet und welche ästhetischen und epistemologischen Paradigmen sind ihnen eingeschrieben? Wie adressieren, modellieren und ko-konstituieren akustische Interfaces menschliche Sinne und Körper? Und, nicht zuletzt, wie lassen sich die Praktiken und Technologien akustischer Interfaces überhaupt erforschen?

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Akustische Interfaces. Eine Lagebestimmung

  • Christoph Borbach,
  • Timo Kaerlein,
  • Robert Stock,
  • Sabine Wirth

摘要

Der Beitrag kartiert, welche medien- und kulturwissenschaftlichen Fragen rezente und emergente, aber auch historische Technologien und Praktiken akustischer Schnittstellen für die Interface- und Dis/Ability-Forschung evozieren und was sie aus Perspektive der Sound Studies charakterisiert. Als Einleitung zum ersten deutschsprachigen Band, der akustische Interfaces als eigenständiges Sujet und medienkulturwissenschaftliches Forschungsfeld identifiziert und problematisiert, wird aufgezeigt, welche medienökologischen Dimensionen auditorische Schnittstellen haben, als Teil welcher Daten- und Prozesslogistiken sie fungieren, welchen Designparadigmen und welchen historischen und epistemischen Trajektorien sie folgen. Nicht zuletzt werfen die aktuelle Ubiquität miniaturisierter Smart Speaker und die verbale Komponente diverser Large Language Models eine Reihe von Fragen für unsere mediale Lage auf. Was sind akustische Interfaces und als Teil welcher Geschichten werden sie analysier- und rekonstruierbar? Welche Politiken, Ökologien und Umweltlichkeiten materialisieren sich in akustischen Interfaces? Was verbinden sie miteinander, was trennen sie voneinander? Welche Relationen ermöglichen akustische Interfaces und wie formatieren und limitieren sie diese? Wie werden akustische Schnittstellen ausgestaltet und welche ästhetischen und epistemologischen Paradigmen sind ihnen eingeschrieben? Wie adressieren, modellieren und ko-konstituieren akustische Interfaces menschliche Sinne und Körper? Und, nicht zuletzt, wie lassen sich die Praktiken und Technologien akustischer Interfaces überhaupt erforschen?