Mobilität ist durch den hohen Stellenwert der individuellen Fortbewegung, der einfachen Erreichbarkeit verschiedener Ziele sowie ihrer wirtschaftlichen Bedeutung unverzichtbar. Viele der heutigen Verkehrsmittel verursachen jedoch einen großen Anteil der global ausgestoßenen Treibhausgase und steuern damit zur Klimakrise bei. Auch der Ressourcenverbrauch und die energiebedingten Emissionen für den Bau und Erhalt von Transportnetzen und den dazugehörigen Infrastrukturbauwerken ist nicht zu vernachlässigen. Dieser Beitrag beleuchtet, wie mithilfe digitaler Ansätze Verkehrskonzepte zur Reduktion von Umwelteinflüssen entwickelt werden können. Vorrangig wird auf die Entscheidungen bezüglich der Fortbewegung im städtischen Umfeld eingegangen. Im Fokus stehen dabei agentenbasierte Modelle, die es im Kontext nachhaltiger Mobilitätskonzepte erlauben, innovative Entscheidungsräume zu betrachten. Als praxisnahes Beispiel wird hierfür die Fallstudie E-Bike-City herangezogen. Sie zeigt auf, wie eine neue Aufteilung des Straßenverkehrsraumes die Nutzung von emissionsärmerer Mobilität wie bspw. zu Fuß gehen, Fahrradfahren, kleine Elektrofahrzeuge und den öffentlichen Verkehr fördern kann. Der Effekt einer Priorisierung von emissionsarmer Mobilität kann mithilfe von Simulationen und dem Vergleich mit einem Referenzszenario quantifiziert werden. Für die Umsetzung von Simulationen im Rahmen der Fallstudie E-Bike-City wird eine Software genutzt, die mithilfe eines koevolutionären Algorithmus sowohl die Verkehrssituation als auch mobilitätsbezogene Entscheidungen der Verkehrsteilnehmenden berücksichtigt. Ergebnis der Simulation ist ein Nutzeroptimum, das sich neuen Randbedingungen der Infrastruktur und des Verkehrsangebotes anpasst. Das in diesem Beitrag vorgestellte Konzept liefert einen nachhaltigen Ansatz, um zukunftsfähige Mobilitätsszenarien für bestehende urbane Gebiete zu prognostizieren.

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Nachhaltige Kapazitätsanpassungen von Straßenverkehrsräumen – Priorisierung emissionsarmer Mobilität mithilfe digitaler Konzepte

  • Miriam Sonnak

摘要

Mobilität ist durch den hohen Stellenwert der individuellen Fortbewegung, der einfachen Erreichbarkeit verschiedener Ziele sowie ihrer wirtschaftlichen Bedeutung unverzichtbar. Viele der heutigen Verkehrsmittel verursachen jedoch einen großen Anteil der global ausgestoßenen Treibhausgase und steuern damit zur Klimakrise bei. Auch der Ressourcenverbrauch und die energiebedingten Emissionen für den Bau und Erhalt von Transportnetzen und den dazugehörigen Infrastrukturbauwerken ist nicht zu vernachlässigen. Dieser Beitrag beleuchtet, wie mithilfe digitaler Ansätze Verkehrskonzepte zur Reduktion von Umwelteinflüssen entwickelt werden können. Vorrangig wird auf die Entscheidungen bezüglich der Fortbewegung im städtischen Umfeld eingegangen. Im Fokus stehen dabei agentenbasierte Modelle, die es im Kontext nachhaltiger Mobilitätskonzepte erlauben, innovative Entscheidungsräume zu betrachten. Als praxisnahes Beispiel wird hierfür die Fallstudie E-Bike-City herangezogen. Sie zeigt auf, wie eine neue Aufteilung des Straßenverkehrsraumes die Nutzung von emissionsärmerer Mobilität wie bspw. zu Fuß gehen, Fahrradfahren, kleine Elektrofahrzeuge und den öffentlichen Verkehr fördern kann. Der Effekt einer Priorisierung von emissionsarmer Mobilität kann mithilfe von Simulationen und dem Vergleich mit einem Referenzszenario quantifiziert werden. Für die Umsetzung von Simulationen im Rahmen der Fallstudie E-Bike-City wird eine Software genutzt, die mithilfe eines koevolutionären Algorithmus sowohl die Verkehrssituation als auch mobilitätsbezogene Entscheidungen der Verkehrsteilnehmenden berücksichtigt. Ergebnis der Simulation ist ein Nutzeroptimum, das sich neuen Randbedingungen der Infrastruktur und des Verkehrsangebotes anpasst. Das in diesem Beitrag vorgestellte Konzept liefert einen nachhaltigen Ansatz, um zukunftsfähige Mobilitätsszenarien für bestehende urbane Gebiete zu prognostizieren.