Das Kapitel erläutert das Forschungsdesign, den Datensatz und die Rahmenbedingungen des Projekts „Gemeinderatswahlen im deutschen Mehrebenensystem“, das kommunales Wählerverhalten und wahlrelevante politische Einstellungen untersucht. Es basiert auf einem Y-zentrierten Ansatz, der abhängige Variablen wie die lokale Wahlbeteiligung und die Parteiwahl bei Gemeinderatswahlen analysiert. Die Datenerhebung wurde durch CATI-Befragungen in vier Bundesländern (Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) mit jeweils ca. 1200 Teilnehmenden durchgeführt. Die Länderauswahl erfolgte bewusst anhand ihrer unterschiedlichen Wahlrechtsregelungen. Innerhalb der Länder wurde eine zufällige, disproportional geschichtete Stichprobenziehung angewandt, bei der die Gemeindegröße als zentrales Schichtungsmerkmal diente. Es folgen Hinweise zur Feldphase, den Ausschöpfungsquoten sowie zur Datenaufbereitung und -bereinigung. Der Überblick über die Variablen im Datensatz zeigt, dass ein breites Themenspektrum von Wahlverhalten bis hin zu politischen Einstellungen erhoben wurde. Abschließend werden kontextuelle und länderspezifische Besonderheiten der Gemeinderatswahlen beschrieben, darunter die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die Einbettung in den Bundes-Wahlzyklus, die Gleichzeitigkeit mit anderen Wahlen und das variierende Wahlangebot.

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„Gemeinderatswahlen im deutschen Mehrebenensystem“: Projekt- und Datenbeschreibung

  • Kerstin Völkl

摘要

Das Kapitel erläutert das Forschungsdesign, den Datensatz und die Rahmenbedingungen des Projekts „Gemeinderatswahlen im deutschen Mehrebenensystem“, das kommunales Wählerverhalten und wahlrelevante politische Einstellungen untersucht. Es basiert auf einem Y-zentrierten Ansatz, der abhängige Variablen wie die lokale Wahlbeteiligung und die Parteiwahl bei Gemeinderatswahlen analysiert. Die Datenerhebung wurde durch CATI-Befragungen in vier Bundesländern (Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) mit jeweils ca. 1200 Teilnehmenden durchgeführt. Die Länderauswahl erfolgte bewusst anhand ihrer unterschiedlichen Wahlrechtsregelungen. Innerhalb der Länder wurde eine zufällige, disproportional geschichtete Stichprobenziehung angewandt, bei der die Gemeindegröße als zentrales Schichtungsmerkmal diente. Es folgen Hinweise zur Feldphase, den Ausschöpfungsquoten sowie zur Datenaufbereitung und -bereinigung. Der Überblick über die Variablen im Datensatz zeigt, dass ein breites Themenspektrum von Wahlverhalten bis hin zu politischen Einstellungen erhoben wurde. Abschließend werden kontextuelle und länderspezifische Besonderheiten der Gemeinderatswahlen beschrieben, darunter die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die Einbettung in den Bundes-Wahlzyklus, die Gleichzeitigkeit mit anderen Wahlen und das variierende Wahlangebot.