In diesem Kapitel erfolgt eine eingehende Betrachtung der theoretischen und konzeptionellen Grundlagen des Framing-Paradigmas. Zunächst wird eine Definition der Eigenschaften und Funktionen von Frames dargelegt, in der insbesondere auf die Dichotomie von Gedanken- und Kommunikationsframes eingegangen wird. Die Alleinstellungsmerkmale und die Nützlichkeit des integrativen Framing-Konzepts und der sich in Entwicklung befindlichen Theorie wird anhand psychologischer, kultureller und sozialer Aspekte behandelt. Auch eine Abgrenzung zu verwandten Konzepten der Kommunikations- und Medienwissenschaften, wie beispielsweise Agenda-Setting, Priming oder Narrativ, wird vorgenommen. Zudem werden verschiedene Typologien vorgestellt, welche die Differenzierung des Frame-Begriffs zum Ziel haben. Deren jeweilige Wirkungszusammenhänge werden darauffolgend im Abschnitt zum Framing-Prozess dargestellt. Auch die Möglichkeiten und Limitationen des Re-Framing werden dargestellt. Anschließend wird das hochaktuelle Forschungsfeld der Framing-Effekte beleuchtet. Dies bildet die Basis, um die in späteren Kapiteln vorgestellten Ergebnisse der vorliegenden Forschungsarbeit hinsichtlich möglicher Implikationen einordnen zu können. Folgend wird die Frame-Unterart der „News Frames“ im Detail charakterisiert, was für das Verständnis der im empirischen Forschungsteil angewandten Methode zur Identifikation von News Frames wesentlich ist. Ausführlich wird schließlich die Vielfalt aktuell gängiger Methoden der Frame-Analyse vorgestellt: quantitative, qualitative, manuelle, maschinelle, vertikale, horizontale und kombinierte. Die jeweils zugrunde liegenden Annahmen und Vorgangsweisen werden diskutiert, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile beleuchtet.

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Konzeptioneller Rahmen des Framing-Paradigmas und Methodologie der Frame-Analyse

  • Magdalena Thur,
  • Rainer Haas

摘要

In diesem Kapitel erfolgt eine eingehende Betrachtung der theoretischen und konzeptionellen Grundlagen des Framing-Paradigmas. Zunächst wird eine Definition der Eigenschaften und Funktionen von Frames dargelegt, in der insbesondere auf die Dichotomie von Gedanken- und Kommunikationsframes eingegangen wird. Die Alleinstellungsmerkmale und die Nützlichkeit des integrativen Framing-Konzepts und der sich in Entwicklung befindlichen Theorie wird anhand psychologischer, kultureller und sozialer Aspekte behandelt. Auch eine Abgrenzung zu verwandten Konzepten der Kommunikations- und Medienwissenschaften, wie beispielsweise Agenda-Setting, Priming oder Narrativ, wird vorgenommen. Zudem werden verschiedene Typologien vorgestellt, welche die Differenzierung des Frame-Begriffs zum Ziel haben. Deren jeweilige Wirkungszusammenhänge werden darauffolgend im Abschnitt zum Framing-Prozess dargestellt. Auch die Möglichkeiten und Limitationen des Re-Framing werden dargestellt. Anschließend wird das hochaktuelle Forschungsfeld der Framing-Effekte beleuchtet. Dies bildet die Basis, um die in späteren Kapiteln vorgestellten Ergebnisse der vorliegenden Forschungsarbeit hinsichtlich möglicher Implikationen einordnen zu können. Folgend wird die Frame-Unterart der „News Frames“ im Detail charakterisiert, was für das Verständnis der im empirischen Forschungsteil angewandten Methode zur Identifikation von News Frames wesentlich ist. Ausführlich wird schließlich die Vielfalt aktuell gängiger Methoden der Frame-Analyse vorgestellt: quantitative, qualitative, manuelle, maschinelle, vertikale, horizontale und kombinierte. Die jeweils zugrunde liegenden Annahmen und Vorgangsweisen werden diskutiert, ihre jeweiligen Vor- und Nachteile beleuchtet.