Kapitel 11 befasst sich mit der Unternehmenskultur in Mobilitätsgenossenschaften. Dabei ist die Unternehmenskultur als dynamisches Konstrukt zu verstehen, das einerseits die internen Strukturen und Prozesse eines Unternehmens beeinflusst, andererseits aber auch durch diese beeinflusst wird. In Genossenschaften sind Werte wie Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung und Demokratie prägend für die Arbeits- und Umgangsweisen, wodurch eine sozial-ökologische Transformation, insbesondere im Mobilitätsbereich, befördert werden kann. Experteninterviews zeigen, dass die in der Genossenschaftstheorie verankerten Werte und Überzeugungen auch in der Praxis von Mobilitätsgenossenschaften umgesetzt werden. Die Ausgestaltung unterstützt eine sozial-ökologische Orientierung, kann aber bei stark wachsenden Genossenschaften etwa durch komplexere Beteiligungsprozesse zu Konflikten mit den sozialen und ökologischen Zielen führen. Die Herausforderung besteht darin, den demokratischen und partizipativen Charakter in der Unternehmenskultur zu erhalten, um das Potenzial für eine nachhaltige Mobilitätswende möglichst auszuschöpfen.

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Unternehmenskultur in Mobilitätsgenossenschaften

  • Lea Decker,
  • Paula Blumenschein,
  • Christian-Pascal Marx,
  • Nicola Werbeck,
  • Matthias Weiss

摘要

Kapitel 11 befasst sich mit der Unternehmenskultur in Mobilitätsgenossenschaften. Dabei ist die Unternehmenskultur als dynamisches Konstrukt zu verstehen, das einerseits die internen Strukturen und Prozesse eines Unternehmens beeinflusst, andererseits aber auch durch diese beeinflusst wird. In Genossenschaften sind Werte wie Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung und Demokratie prägend für die Arbeits- und Umgangsweisen, wodurch eine sozial-ökologische Transformation, insbesondere im Mobilitätsbereich, befördert werden kann. Experteninterviews zeigen, dass die in der Genossenschaftstheorie verankerten Werte und Überzeugungen auch in der Praxis von Mobilitätsgenossenschaften umgesetzt werden. Die Ausgestaltung unterstützt eine sozial-ökologische Orientierung, kann aber bei stark wachsenden Genossenschaften etwa durch komplexere Beteiligungsprozesse zu Konflikten mit den sozialen und ökologischen Zielen führen. Die Herausforderung besteht darin, den demokratischen und partizipativen Charakter in der Unternehmenskultur zu erhalten, um das Potenzial für eine nachhaltige Mobilitätswende möglichst auszuschöpfen.