Die Kriminologische Regionalanalyse basiert prinzipiell auf der Annahme, dass die Beschaffenheit einer Stadt oder eines Stadtteils maßgebliche Auswirkungen auf das Sozialverhalten und damit auch auf die Devianz hat. Die Stadt wird als sozialräumliche Einheit betrachtet, die durch Konkurrenz und Konflikte der Bewohner um Räume zum Wohnen, zum Arbeiten und zur Freizeitgestaltung einerseits und soziale Kontrolle andererseits geprägt ist. Die dynamischen Entwicklungen im Sozialraum Stadt gehen auch mit Veränderungen der Sozialverhältnisse einher: es verändern sich einerseits Tatgelegenheits- und Bevölkerungsstrukturen sowie Art und Ausmaß der regionalen Kriminalitätsbelastung, andererseits aber auch das subjektive Sicherheitsempfinden und die formelle Sozialkontrolle (Bornewasser et al. 2002, S. 11). Delinquentes Verhalten und die Furcht vor Opferwerdung sind in ihren Ursachen allerdings erst dann angemessen erklärbar, wenn neben räumlich-geografischen Aspekten auch historische, charakteristische, infrastrukturelle, demografische und sozioökonomische Informationen zur Untersuchungsregion mit einbezogen werden (Völschow 2014, S. 28; Schwind 2016, S. 337). Nur so sind zuverlässige Angaben über Kriminalitätsursachen einerseits sowie andererseits über Viktimisierung und der Furcht davor möglich. Die Landeshauptstadt Saarbrücken wird vor diesem Hintergrund unter Berücksichtigung der genannten Aspekte umfassend beschrieben.

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Untersuchungsregion und Strukturdaten der Landeshauptstadt Saarbrücken

  • Sybille Becker-Oehm

摘要

Die Kriminologische Regionalanalyse basiert prinzipiell auf der Annahme, dass die Beschaffenheit einer Stadt oder eines Stadtteils maßgebliche Auswirkungen auf das Sozialverhalten und damit auch auf die Devianz hat. Die Stadt wird als sozialräumliche Einheit betrachtet, die durch Konkurrenz und Konflikte der Bewohner um Räume zum Wohnen, zum Arbeiten und zur Freizeitgestaltung einerseits und soziale Kontrolle andererseits geprägt ist. Die dynamischen Entwicklungen im Sozialraum Stadt gehen auch mit Veränderungen der Sozialverhältnisse einher: es verändern sich einerseits Tatgelegenheits- und Bevölkerungsstrukturen sowie Art und Ausmaß der regionalen Kriminalitätsbelastung, andererseits aber auch das subjektive Sicherheitsempfinden und die formelle Sozialkontrolle (Bornewasser et al. 2002, S. 11). Delinquentes Verhalten und die Furcht vor Opferwerdung sind in ihren Ursachen allerdings erst dann angemessen erklärbar, wenn neben räumlich-geografischen Aspekten auch historische, charakteristische, infrastrukturelle, demografische und sozioökonomische Informationen zur Untersuchungsregion mit einbezogen werden (Völschow 2014, S. 28; Schwind 2016, S. 337). Nur so sind zuverlässige Angaben über Kriminalitätsursachen einerseits sowie andererseits über Viktimisierung und der Furcht davor möglich. Die Landeshauptstadt Saarbrücken wird vor diesem Hintergrund unter Berücksichtigung der genannten Aspekte umfassend beschrieben.