Auf das gesamte Saarland bezogen zeigt sich ein signifikanter Anstieg der Rauschgiftdelikte um 64,30 % im Betrachtungszeitraum. Hierzu stellte das Landespolizeipräsidium fest: „Die Fallzahlensteigerung bezieht sich überwiegend auf den Anstieg bei den allgemeinen Verstößen mit Cannabisprodukten (+ 253 Delikte/+ 17,8 %) und den allgemeinen Verstößen mit Amphetamin und seinen Derivaten (+ 158 Delikte/+ 21,1 %). Es handelt sich dabei um sogenannte Konsumdelikte, die im Rahmen durchgeführter Personenkontrollen festgestellt wurden. Anzumerken ist, dass die Fallzahlen der Rauschgiftkriminalität zum großen Teil durch die Kontrollintensität der Polizei beeinflusst werden“ (Landespolizeipräsidium 2019, S. 40). Da ca. ein Drittel der im Saarland erfassten Rauschgiftdelikte in der Landeshauptstadt registriert wurden (2019: 35,80 %) ist auch ohne eine nähere Betrachtung der Einzeldelikte in Saarbrücken davon auszugehen, dass hier eine ähnliche Entwicklung ursächlich für den festgestellten Anstieg der Rauschgiftkriminalität (Anstieg um 643 Fälle bzw. 92,12 %, s. Abschn. 2.3 im Beitrag „Zur registrierten Kriminalität in der Untersuchungsregion – Eine Betrachtung der Hellfelddaten im Kontext der PKS“) ist. Somit könnte dieser maßgeblich durch die verstärkte Kontrollintensität des Landespolizeipräsidiums bedingt sein. Einzelheiten zur Kontrollintensität im Innenstadtbereich von Saarbrücken sind im Beitrag „Zur Polizei im Saarland im Kontext der Untersuchungsregion“ in diesem Band dargelegt.

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Bilanzierung der Forschungsergebnisse – Drogen- und Alkoholkonsum – Erkenntnisse zur registrierten Kriminalität in der Untersuchungsregion (Hellfelddaten/PKS)

  • Christian Meisberger

摘要

Auf das gesamte Saarland bezogen zeigt sich ein signifikanter Anstieg der Rauschgiftdelikte um 64,30 % im Betrachtungszeitraum. Hierzu stellte das Landespolizeipräsidium fest: „Die Fallzahlensteigerung bezieht sich überwiegend auf den Anstieg bei den allgemeinen Verstößen mit Cannabisprodukten (+ 253 Delikte/+ 17,8 %) und den allgemeinen Verstößen mit Amphetamin und seinen Derivaten (+ 158 Delikte/+ 21,1 %). Es handelt sich dabei um sogenannte Konsumdelikte, die im Rahmen durchgeführter Personenkontrollen festgestellt wurden. Anzumerken ist, dass die Fallzahlen der Rauschgiftkriminalität zum großen Teil durch die Kontrollintensität der Polizei beeinflusst werden“ (Landespolizeipräsidium 2019, S. 40). Da ca. ein Drittel der im Saarland erfassten Rauschgiftdelikte in der Landeshauptstadt registriert wurden (2019: 35,80 %) ist auch ohne eine nähere Betrachtung der Einzeldelikte in Saarbrücken davon auszugehen, dass hier eine ähnliche Entwicklung ursächlich für den festgestellten Anstieg der Rauschgiftkriminalität (Anstieg um 643 Fälle bzw. 92,12 %, s. Abschn. 2.3 im Beitrag „Zur registrierten Kriminalität in der Untersuchungsregion – Eine Betrachtung der Hellfelddaten im Kontext der PKS“) ist. Somit könnte dieser maßgeblich durch die verstärkte Kontrollintensität des Landespolizeipräsidiums bedingt sein. Einzelheiten zur Kontrollintensität im Innenstadtbereich von Saarbrücken sind im Beitrag „Zur Polizei im Saarland im Kontext der Untersuchungsregion“ in diesem Band dargelegt.