Xenologie, Phänomenologie und Politik
摘要
Wie im Vorigen bereits angedeutet, erfährt somit die Grundkategorie des Zwischen bei Duala-Mʼbedy, neben seiner interdisziplinären Facette des metaxú (s. Abschn. 4.3 ), auch eine mythologische Kontextualisierung im Geflecht der Ordnung Zeusʼ, sowie letztlich eine phänomenologische Aufarbeitung. Da die Xenologie ein vielfältiges und vielstrukturiertes Fach ist, ermöglicht sie nicht nur unterschiedliche Definitionen von sich selbst, sondern auch unterschiedliche Verwendungsmodi nach Fachperspektive und thematisch-problembezogener Ausrichtung des eigenen Gegenstandes. So ist es für Duala-Mʼbedy möglich, eine phänomenologische Definition sowie einen allgemeinen phänomenologischen Status der Xenologie zu suggerieren: „Xenologie, eine Wissenschaft, deren Erkenntnisprozeß vom fremden Bewußtsein ausgeht“. Auch die im Vorigen festgestellte Betonung des Fremden als ‚Erfahrungsfeld‘ deutete in eine phänomenologische Richtung. Es handelt sich diesmal aber um ein fundierteres disziplinäres Statement, das übrigens von Kritiken seitens der etablierten Phänomenologie nicht verschont geblieben ist. Laut Bernhard Waldenfels erscheint gerade das phänomenologische Verständnis der Xenologie in einem problematischen Licht: