Dokumentarische Methode und Praxeologische Wissenssoziologie in der Analyse organisationaler Bildungsprozesse und ihrer Bezüge zur Macht
摘要
Im Zentrum steht der theoretische und methodologische Zugang zur interaktiven Struktur von Bildungsprozessen in den sogenannten People Processing Organizations. Der hier entfaltete praxeologische Zugang schließt in mancher Hinsicht an die Bourdieusche Kulturanalyse an, unterscheidet sich aber u. a. dadurch von ihr, dass die Grundkategorie des Habitus (mit ihrer performativen Logik) prinzipiell in Relation zu derjenigen der Norm oder Regel (mit ihrer propositionalen Logik) empirisch-analytisch rekonstruiert wird. Im Zuge der Bewältigung des Spannungsverhältnisses von normativer Programmatik einerseits und Habitus der beruflichen Akteur*innen wie auch der Klient*innen andererseits bilden sich unterschiedliche Interaktionsstrukturen und konjunktive Erfahrungsräume heraus, durch welche die Organisation sich aus praxeologischer Perspektive überhaupt erst konstituiert. Diese konstituierende Rahmung gilt es, in ihren unterschiedlichen Modi, unter anderem auch solchen der Rahmungsmacht, empirisch zu rekonstruieren.